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Hilden
Auschwitz berührt Schülerinnen

Hilden: Auschwitz berührt Schülerinnen
Auschwitz Ausstellung in der Theresienschule: Aimee, Lena,Jana und Lucca (von links) FOTO: Olaf Staschik
Hilden. Im kommenden Jahr bricht die zehnte Jahrgangsstufe der Theresienschule zu einer Studienfahrt nach Auschwitz auf. Als Vorbereitung forschten die Schülerinnen auf den Spuren der Hildener Familie Bernstein. Die Ergebnisse präsentieren sie in einer Ausstellung. Von Andrea Bindmann

Berührungsängste mit der Thematik haben die Schülerinnen nicht. "Ich empfinde es als Ehre, in der Arbeitsgruppe Auschwitz zu sein", so Lucca Gronau. Die Schülerinnen konnten zwar im Vorfeld ihr Interesse bekunden, wurden aber von den Lehrern für die verantwortungsvolle Aufgabe ausgewählt.

"Mit verschiedenen Aktivitäten werden wir auf die Reise vorbereitet", verrät Aimee Hilker. Neben der Teilnahme an Gedenktagen, Museumsbesuchen und einem Ausflug ins Stadtarchiv werden die Mädchen auch mental auf den Besuch im Konzentrationslager vorbereitet: "Ein wenig mulmig ist mir schon vor der Fahrt im April", bekennt Lena Kiock. Zur Vorbereitung gehört auch die Planung der Ausstellung, diejetzt noch bis Samstag, 28. November, im Foyer der Schule an der Gerresheimer Straße zu sehen ist. "Die Bernsteins waren eine Hildener Familie, die von den Nazis nach Auschwitz verschleppt wurde", erklärt Jana Kurz. Vater Henry und Sohn Rolf kamen dort um, Mutter Martha überlebte das Lager.

Zu sehen sind Bilder aus dem Leben der Familie. Sie zeigen das Haus an der Mettmanner Straße, in dem die Bernsteins wohnten, Klassenfotos und Erinnerungsstücke. Drei gepackte Koffer mit persönlichen Gegenständen sollen ein Bild von der Flucht vermitteln. Von Hilden aus suchte Familie Bernstein Zuflucht im niederländischen Soestdijk. Von dort wurden sie ins Ghetto Theresienstadt gebracht. Die letzte Station vor Auschwitz. Weitere Bilder und Texte dokumentieren die Begegnungen der Schülerinnen, die in diesem Jahr das Lager besucht haben. Die Ausstellung wird ergänzt durch Objekte aus dem Unterricht.

Quelle: RP
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