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Hilden
Bäume, Burgen, Fachwerkhäuser

Hilden: Bäume, Burgen, Fachwerkhäuser
Im Heiligenhauser "Gellenkothen" wartet eine kleine Ausstellung mit historischen Fotos rund um das Denkmal und seine Sanierung. FOTO: blazy, staschik
Hilden. Am Sonntag öffnen wieder zum " Tag des offenen Denkmals" historische Bauten ihre Türen. Dazu werden Begleitprogramme angeboten und es gibt heimische Leckereien vom selbstgepressten Apfelsaft bis zum ofenfrischen Mühlenbrot. Auch ein 250 Jahre alter Baum kann bestaunt werden.

In Hilden wird die historische Kornbrennerei, Benrather Straße 32a, von 10 bis 18 Uhr geöffnet sein. Um 10 Uhr und um 13 Uhr findet eine kostenlose Führung zum Thema Instandsetzung und Erhalt der Dampfmaschine und der Transmissionsanlage statt. Im Kückeshaus, Eisengasse 2/Ecke Schwanenstraße 12, ist von 12 bis 15 Uhr eine Ausstellung zur Geschichte des Kückeshauses zu sehen. Außerdem wird es um 14 Uhr eine kostenlose Schnupperführung durch das historische Hilden geben (Anmeldung unter 02103 500530).

Auch die Reformationskirche, das alte Gut Kesselsweier, die Gottschalksmühle, ein Industrie-Ensemble an der Walder Straße, der Denkmalbereich an der Ellerstraße und die Lieven-Eiche sind zu sehen. Die Briefmarkenfreunde geben zum Denkmaltag einen Sonderstempel heraus, den Sammler im Foyer der Stadthalle erhalten. Das genaue Programm kann unter "www.hilden.de" eingesehen werden.

Seit 2011 ist die im Wald gelegene Wasserburg Haus Graven in Langenfeld öffentlich zugänglich, regelmäßig gibt es Ausstellungen. FOTO: Blazy Achim

Andreas Stoiber und Olaf Fresdorf öffnen am Sonntag in der Zeit von 10 bis 17 Uhr das Denkmal "Am Gellenkothen 10". Auf die Besucher wartet eine kleine Ausstellung mit historischen Fotos rund um das Denkmal und seiner Sanierung. Bei Führungen können die Gäste das Denkmal besichtigten. Außerdem gibt es Kaffee, Kuchen, Krustenbraten und Zwiebelkuchen. Das alte Fachwerkhaus Gellenkothen am Nordrand der Stadt ist rund 500 Jahre alt. Erstmals erwähnt wurde die Hofanlage mit Wehrturm als "Gildendaale" und diente ursprünglich den Händlern auf dem Weg zwischen Essen und Wuppertal als Rasthaus, wo sie ihre Pferde wechseln konnten. Im 18. Jahrhundert wurde das zweigeschossige Haus erweitert. Das Haus liegt idyllisch mitten im "Dörrenhauser Busch". Und ist vielleicht auch deshalb vielen gar nicht bekannt. Am Sonntag nun haben alle die Gelegenheit, einmal hinter die verwinkelte und etwas schiefe Fassade zu schauen.

Die Wasserburg Haus Graven im Ortsteil Wiescheid (Adresse: Haus Graven 1) wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg wurde sie bis 1656 in der heutigen Form ohne Herrenhaus neu errichtet. Seit 2011 ist die im Wald gelegene Wasserburg öffentlich zugänglich, regelmäßig gibt es Ausstellungen. Für diesen Sonntag ist zwischen 11 und 18 Uhr ein themenbezogenes Kreativ-Angebot für Kinder angekündigt. Außerdem bietet der Förderverein Wasserburg Haus Graven um 12, 14 und 16 Uhr Führungen an. Das Café "Burgstube" hat auch viele Außentische.

In der historischen Kornbrennerei, Benrather Straße 32a, läuft von 10 bis 18 Uhr die Dampfmaschine mit Transmission. FOTO: Staschik Olaf

Die Ursprünge von Haus Bürgel (Urdenbacher Weg in Monheim-Baumberg) gehen auf ein römisches Kastell aus dem 4. Jahrhundert zurück, von dem noch Mauerreste erhalten sind. Es beherbergt nicht nur ein Römisches Museum, sondern auch eine biologische Station sowie eine Pferdepension und Kaltblutzucht. Am Denkmaltag zwischen 11 und 17 Uhr können Römer- und Geschichtsfans das Leben der Soldaten nachempfinden, römisches Brot backen, töpfern und römische Kinderspiele spielen. Naturfreunde pressen selber ihren Apfelsaft, gehen auf Teich-Safari oder fahren im Planwagen durch die Urdenbacher Kämpe. Es gibt mehrere Führungen durch Museum, Obstwiese und historischen Nutzgarten.

Zum Tag des offenen Denkmals wird auch eine Wanderung durch die Honschaft Diepensiepen stattfinden. Treffpunkt ist um 10 Uhr auf dem Parkplatz am Altenheim Neandertal, Talstraße 189. Der Wanderweg führt über die Bergerhöfe und die Winkelsmühle nach Gut Tunis. Beim Bauerngut Höchsten werden historische Wandmalereien betrachtet. Die Strecke ist 6,5 Kilometer lang und wird drei bis dreieinhalb Stunden dauern. Hunde müssen diesmal zu Hause bleiben. Festes Schuhwerk erforderlich.

Die 1380 errichtete und von 2008 bis 2011 sanierte Gottschalksmühle an der Elberfelder Straße in Hilden öffnet von 15 bis 17 Uhr. FOTO: Gemeiner Architekten

Am Sonntag öffnet die Goldberger Mühle an der Goldberger Straße von 10 bis 18 Uhr ihre Türen. Die Mitglieder des Mühlenvereins werden gegen ein geringes Entgelt Leckeres vom Grill, gekühlte Getränke, sowie Kaffee und selbst gebackene Kuchen anbieten. Der Erlös kommt dem Verein und dem Erhalt der Goldberger Mühle zugute. Und: Solange der Vorrat reicht wird auch frisch gebackenes Mühlenbrot aus dem Königswinter Backofen in der Mühle zum Selbstkostenpreis verkauft. Urkundlich erstmalig erwähnt wurde diese Mühle bereits um 1450, als Herzog Gerhard sie an Ritter Ulrich von Mentzingen verpfändete. Die Mühle mit Mühlrad und Mahlwerk wurde vor 20 Jahren aufwändig restauriert.

(cz)
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