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Hilden
Bei den Grünen rollt der Wahlkampf an

Hilden: Bei den Grünen rollt der Wahlkampf an
Bürgermeisterin Birgit Alkenings (2.v.l.) hatte ein großes Sonnenblumenbrot und Salz mitgebracht. Landtagskandidatin Martina Köster-Flashar, Andreas Kanschat, Sprecher des Kreisverbandes, Ophelia Nick, Landesvorstand NRW, Christian Otto,Ina Besche-Krastl, Staatssekretär Peter Knirsch, Klaus Dieter Bartel und Marianne Münnich (v.l.) freuen sich. FOTO: Olaf Staschik
Hilden. Die neue Geschäftsstelle ist Schaltzentrale: Ab dem 3. April hängen die Plakate. Motto: "Zusammen ist es NRW". Von Sandra Grünwald

Es ist eine Rückkehr, wie Klaus-Dieter Bartel, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Hilden, beim "Tag der offenen Tür" in den neuen Räumen an der Richrather Straße 34 betont. "Nach 31 Jahren sind wir zurückgekehrt." Das erste Büro des im November 1980 gegründeten Ortsverbands der Grünen lag an der Richrather Straße. Doch in den gemütlich eingerichteten neuen Räumen fand nicht nur der Ortsverband der Grünen seine neue Geschäftsstelle, sondern auch die Hildener Ratsfraktion der Grünen und der Kreisverband Mettmann.

"Wir feiern Eröffnung und Wahlkampfstart", sagte Kreissprecherin Dr. Ophelia Nick. Dieser soll sich an der Leitlinie "Fortschritt, Freiheit, frische Luft" orientieren. Das Motto des Wahlkampfes, das dann bald - in Hilden ab dem 3. April - auf den Wahlkampf-Plakaten zu lesen sein wird, lautet "Zusammen ist es NRW".

"Die Umfrageergebnisse sind nicht befriedigend", gibt Ina Besche-Krastl, Direktkandidatin für Velbert, Wülfrath und einen Teilbezirk von Mettmann, zu. Doch der Erfolg der Grünen in Holland macht auch für Deutschland Mut. "Wir sind optimistisch", meint Ophelia Nick, "ein zweistelliges Ergebnis wäre gut." Dafür wollen die Grünen im Kreis und in Hilden weiter für ihre Ziele eintreten. "Ein Hauptkern ist der Umweltschutz", erklärt Ina Besche-Krastl. Aber auch gesunde Ernährung ist ein Thema. Für Staatssekretär Peter Knitsch steht die Umwelt- und Verbraucherschutzpolitik im Vordergrund. Der Direktkandidat für Erkrath, Haan, Hilden-Nord und den zweiten Teilbezirk Mettmann möchte für den Erhalt von Naherholungsgebieten eintreten. "Es kann nicht sein, dass alle Freiflächen zugebaut werden."

Die Grünen in Hilden wollen sich nun vor allem mit dem Thema "Mobilität" beschäftigen. "Elektromobilität, Car-Sharing", zählt Bartel auf, "da passiert zu wenig." Bessere Radwege zu schaffen und den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu machen, etwa durch das NRW-Ticket, gehören auch dazu. "Mobilität ist ein kreisweites Thema", betont Kreisverbandssprecher Andreas Kanschat. Aber auch mit der Schaffung von Sozialbauwohnungen werden sich die Grünen in Hilden beschäftigen. Generell wichtig ist den Grünen, dem Rechtspopulismus entgegenzuwirken. "Wir wollen verdeutlichen, wohin es die Menschen führen wird", sagt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Martina Köster-Flashar, die auch als Direktkandidatin für Hilden, Monheim und Langenfeld antritt.

Als solche ist sie bereits seit fünf Wochen im Haustürwahlkampf unterwegs. "Der direkte Kontakt am Stand oder an der Haustür ist viel wichtiger als die Plakate", sagt sie. So erfahre sie, wo den Wähler der Schuh drückt. Der Kreisverband Mettmann hat derzeit rund 260 Mitglieder. Der Ortsverband Hilden hat 29 Mitglieder, ist seit 1984 im Stadtrat und stolz auf das, was er in den vergangenen Jahren erreicht hat. "Wir konnten verhindern, dass ein Gebiet in Hilden-West bebaut wurde", sagt Bartel. "Wir sind dafür eingetreten, dass der Bahnhof erhalten bleibt und dass der Alte Markt nicht großflächig gepflastert wird."

Quelle: RP
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