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Calm Down (16)
Beim Malen und Zeichnen sich selbst und alle Sorgen vergessen

Calm Down (16): Beim Malen und Zeichnen sich selbst und alle Sorgen vergessen
Papierrecycling GS Schulstra§e Klasse 3a Mateosz und Henry malen auf dem grauen Recyclingpapier. FOTO: Olaf Staschik
Hilden. Eigentlich wissen wir es doch alle: Wer sich zum Zwecke der Entspannung vor den Fernseher setzt, dessen Geist wird zwar beduselt, aber eine wirkliche Ablenkung liefert die Mattscheibe nicht. Warum also nicht mal zu Pinsel und Stift greifen und malen oder zeichnen?

"Das ist mit Sicherheit eine sehr gute Methode, um abzuschalten und runterzukommen", ist sich Dorothee Wengenroth sicher. Seit 2007 ist die Kunstlehrerin und -pädagogin Dozentin an der Kinder- und Jugendkunstschule KuKuk. Für Erwachsene, die dank des Zeichnens entspannen wollen, hat sie schon den ersten Tipp parat: Falschen Ehrgeiz nicht zulassen, nur ja kein Kunstwerk erwarten. "Und keine Angst vorm weißen Blatt." Es reichen schon vier Punkte, mit Blei- oder Buntstift in die Bild-Ecken gesetzt, und schon kann's losgehen. Zunächst gilt es, diese Punkte mit Linien zu einem Rechteck oder Quadrat zu verbinden. Diese Fläche wird wiederum in Felder unterteilt, und in jedes Feld werden Muster gesetzt. Das können Wolken, Blumen, Spiralen und anderes mehr sein. Diese Muster in unterschiedlichen Farben ausmalen, und schon entsteht ein buntes Patchworkmuster mit ansehnlichem Ergebnis.

Wer das nicht mag, kann eine Form wie eine Träne oder ein Herz auf das Papier zeichnen und diesen Umriss, nach und nach größer werdend, immer wieder umfahren. Die Zwischenräume werden bunt ausgemalt - fertig. Diese Anleitungen zeigen: Teure Farben sind nicht nötig, Buntstifte reichen. "Man kann sofort loslegen". Wichtig ist Wengenroth, "den kreativen Ausdruck zuzulassen". Daher ist sie keine große Freundin von Mandalas, die durch ihre symmetrische, bereits vorgegebene Form die Fantasie in bestimmte Muster pressen. Wer also mutig ist, der stellt seine Lieblingsmusik an, greift zu Buntstiften und malt im Takt der Melodie Linien. Sie können ein Herz, einen Stern, eine Sonne oder eine Wolke formen. Wichtig ist, "dabei nicht auf Akkuratesse zu achten. Dadurch, dass man immer wieder zu neuen Stiften greift und eine um die andere Linie zeichnet, kommt man zur Freiheit", sagt Wengenroth. "So hat man gar keine Möglichkeit mehr, an andere Dinge oder an Sorgen zu denken", verspricht sie lächelnd. Also - einfach mal kreativ sein und loslegen.

Quelle: RP
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