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Hilden
Berufskolleg setzt auf Leistung und Energie

Hilden. Das Berufskolleg Hilden ist auf der Bildungs-Messe "didacta" mit dem MINT-Siegel ausgezeichnet worden. Das sei ein Ansporn, das ohnehin schon naturwissenschaftlich ausgerichtete Profil weiter zu schärfen, erklärt Schulleiter Peter Schwafferts.

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Vorbereitungszeit für die Bewerbung um das MINT-Siegel dauerte ein Jahr. Dirk Hardy ist eigens dafür MINT-Beauftragter geworden. "Er brennt dafür", lobt Schwafferts. Das Berufskolleg bietet zahlreiche Bildungsgänge an, es gibt kein einheitliches Schuljahr für alle. Durch MINT ist das Kolleg eine Kooperation mit dem Telekommunikationsunternehmen Cisco-Systems eingegangen. Die Schule ist bereits seit zehn Jahren Cisco-Akademie. Schüler können hier Zertifikate erwerben, die ihnen auch später beruflich nutzen. Markus Hartung ist Lehrer für Biowissenschaften und betreut die Schulprojekte für "Jugend forscht". Das ist nicht der einzige Wettbewerb, dem sich die Schüler stellen. Sie nehmen auch regelmäßig am Bundeswettbewerb für Informatik und an der Matheolympiade teil. Das soll fester Bestandteile der Schulkultur werden, wünscht sich der Schulleiter: "Die Schüler wollen das so. Bei uns gibt es keine Lifestyle-Jugend und keine Konsum-Azubis." Ist das Berufskolleg Hilden mit seinen rund 2300 Schülern eine Art "Silicon Valley" im Kreis Mettmann? "Für solche Projekte braucht man Lehrer und Schüler, die sich begeistern lassen und freiwillig viel Zeit und Energie hineinstecken", sagt Schwafferts. Die Auszubildenden seien ganz bewusst an seine Schule gekommen, um von den besonderen Voraussetzungen dieser Einrichtung zu profitieren. Einige Schüler studierten parallel und bekämen regelmäßig an Universitäten Leistungen anerkannt, die sie am Kolleg erbracht haben. In manchen Prüfungen schnitten sie sogar besser ab als ein Großteil der Studenten, ist Hardy stolz. Weil sie hoch motiviert sind und weil das theoretische und praktische Lernen im Berufskolleg besser verzahnt ist als an normalen weiterbildenden Schulen. Im Kolleg wird nicht bloß "unterrichtet". Die Schüler lernen ganzheitlich in konkreten Projekten als Team zu arbeiten und mit ihrem Wissen Probleme zu lösen.

Im Berufskolleg Hilden kann man Berufsabschlüsse plus Fachoberschulreife erwerben, etwa als Informationstechnische Assistenten. Die Absolventen des Ausbildungsganges Biologisch-Technische Assistenten sind so gefragt, dass die meisten von ihnen mit der Prüfung einen Arbeitsvertrag in der Tasche haben. Das Kolleg bietet aber auch das Wirtschafts-Abitur an und - als eine von noch ganz wenigen Kollegs in NRW - ein Technik-Abitur. Den kleinsten Bereich bilde die Abteilung für Hauswirtschaft. Stolz ist das Lehrerkollegium auf alle Bereiche, versichert Kai Küchemann, Lehrer für Deutsch/Geschichte und Öffentlichkeitsarbeiter. Jeder sei am Berufskolleg willkommen.

(rads)
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