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Hilden:
Bestatter informieren am Beratungsmobil

Hilden:: Bestatter informieren am Beratungsmobil
Am Beratungsmobil wurden viele Fragen rund um den Tod gestellt. FOTO: ola
Hilden:. In der Fußgängerzone konnten Passanten Fragen rund um Friedhöfe und Begräbnis klären. Von Simona Meier

Mitten in der Fußgängerzone steht das Beratungsmobil des Bestattungshauses Thelen. "Das ist bundesweit wahrscheinlich einmalig" sagt Ulf Weber. Die Hemmschwelle sich im Vorbeigehen Informationen rund um das Thema Tod und Beerdigung mitzunehmen, sei viel geringer, als bewusst den Weg ins Bestattungsinstitut zu wählen.

"Viele möchten sich über die Kosten einer Beerdigung informieren und die möglichen Bestattungsformen in Hilden kennenlernen", sagt Inhaberin Angelika Stemmler-Weber. Sie erklärt Passanten die Friedhofsgebühren der Stadt Hilden und welche Möglichkeiten es von der anonymen Erdbestattung über das Kolumbarium bis zur Feuerbestattung gibt. Zwischen 3000 und 5000 Euro liegen häufig die Kosten für eine Beerdigung. "Baumbestattungen nehmen zu", erklärt sie. Für viele Menschen ist der Aspekt Grabpflege wichtig. "Heute müssen Familien mobil sein, da wird es manchmal schwierig", sagt sie. Und so sind viele Interessierte im Alter ab 60 Jahren, die sich von den Bestattern am Mobil Informationen holen. Wer mag, kann auch direkt eine Patientenverfügung mitnehmen. Das sei Service, erklären die Bestatter. Eine Passantin freut sich, dass sie hier erfährt, dass es mittlerweile pflegefreie Rasengräber auch auf dem Hauptfriedhof gibt. "Ich möchte gerne wissen, welche Bestattungsformen es überhaupt gibt", sagt Erika de Clerque, die kurz beim Einkaufsbummel Halt macht. Thematisiert werden auch Vorsorgemöglichkeiten über die Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand und Sterbegeldversicherungen.

Es gibt auch Ungewöhnliches: "Häufig wird gefragt, was mit den Implantaten, Gelenkersatz oder Goldzähnen bei der Feuerbestattung im Krematorium passiert", sagt Ulf Weber vom Bestattungshaus. Kompetent bekommt jeder die gewünschte Auskunft. Der Ablauf im Krematorium wird auf Wunsch erklärt. In der zwanglosen Atmosphäre ist es scheinbar leichter, sich über den Tod und die damit verbundenen Formalitäten zu informieren. Viele Menschen möchten bewusst für das eigene Ende vorsorgen und können so den ersten Schritt wagen. Sie erhalten dazu beispielsweise Information über das Bergische Krematorium Wuppertal, die Hospizbewegung Hilden oder Tipps zu Vorsorgeverträgen und Vorsorgevollmachten.

Quelle: RP
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