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Hilden
Betrug im Rathaus: Gericht entscheidet erst im Mai

Hilden. Betrug, Untreue und Bestechlichkeit in 79 Fällen zwischen 2009 und 2014 wirft die Staatsanwaltschaft Düsseldorf einem ehemaligen Mitarbeiter der Hildener Stadtverwaltung vor. Der Schaden für die Stadt und andere wird auf über eine Million Euro beziffert.

Wann der Beschuldigte B. sich vor Gericht verantworten muss, ist aber nach wie vor offen. Voraussichtlich Ende Mai wird die Richterin über einen Verhandlungstermin entscheiden, sagt die Sprecherin des Landgerichts Düsseldorf, Vorsitzende Richterin Elisabeth Stöve. Das sei der "normale Gang der Dinge". B. soll von Wirten und Spielhallenbetreibern weit überhöhte Konzessionen gefordert und erhalten haben. Anfang Juli 2014 flog der Mann auf, die Stadt erstattet Anzeige gegen ihren Bediensteten.

Er hat dem Ansehen der Stadtverwaltung schweren Schaden zugefügt, ist sich Bürgermeisterin Birgit Alkenings sicher. Wie konnte der Beschuldigte fünf Jahre lang betrügen, veruntreuen und sich bestechen lassen, ohne aufzufallen, fragen sich viele in der Stadt. Möglicherweise wird der Prozess darauf Antworten geben. B. hat sich kriminell verhalten, Geld für Leistungen kassiert, die die Stadt gar nicht anbietet. "Wir hatten deshalb keine Anzeichen, dass etwas schief laufen könnte", sagt Alkenings: "Es gab auch keine Beschwerden von Kunden, die B. abkassiert hat."

(cis)
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