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Hilden
Bewerbungsfrist für Kita-Plätze läuft

Hilden. Die Stadt löst Rechtsanspruch der Eltern ein. Es gibt aber 124 Überbelegungen und Wartzeiten bis zu sechs Monaten. Von Christoph Schmidt

Bekommt unser Kind einen Betreuungsplatz? Das ist für viele Eltern eine ganz entscheidende Frage, vor allem wenn Vater und Mutter arbeiten gehen. In Hilden werden die Kita-Plätze sowohl in den städtischen als auch den Kindergärten der freien Träger über das Online-Portal Little Bird vergeben. Eltern, die ab dem Kindergartenjahr 2018/2019 einen Betreuungsplatz für ihr Kind benötigen, müssen sich dort bis Ende November eintragen. "Little Bird" gibt einen Überblick über das Angebot in der Nähe. Die Eltern wählen nach verschiedenen Kriterien aus und melden ihr Kind über die zentrale Vormerkliste für bis zu fünf Einrichtungen an. Wunschkandidaten können mit "Priorität 1" (erste Wahl) und "Priorität 2" (zweite Wahl) gekennzeichnet werden. Dann heißt es warten. Denn vergeben werden die Plätze einheitlich zum 1. Februar 2018, erläutert Andrea Funke, Sachgebietsleiterin Kindertageseinrichtungen/Schulen bei der Stadt Hilden: "Nach Erhalt der Zusage sollten sich Eltern innerhalb von 14 Tagen für einen Platz entscheiden und dem Kindergarten direkt eine Rückmeldung geben." Familien, die bis Ende April 2018 keine Bestätigung bekommen haben, aber dringend einen Betreuungsplatz benötigen, können sich kurzfristig beim Amt für Jugend, Schule und Sport melden. Ansprechpartnerinnen sind Andrea Funke (Telefon 02103 72511) und Marianne Rutten (Telefon 02103 72575), E-Mail kitaservice@hilden.de. Eine weitere Betreuungsmöglichkeit ist die Tagespflege. Auch diese Plätze (220) werden für das kommende Kindergartenjahr 2018/2019 über "Little Bird" vergeben. Zusätzlich ist vor der Vermittlung ein ausgefüllter Antrag notwendig. Die entsprechenden Dokumente sowie die Ansprechpartnerinnen finden Eltern unter www.hilden.de/tagespflege.

Seit fünf Jahren steigt in Hilden die Zahl der Kinder wieder an. Rat und Verwaltung versuchen, mit dem Ausbau der Betreuungsplätze Schritt zu halten. Aktuell stehen 273 U-Plätze zur Verfügung. Jedes zweite unter dreijährige Kind wird versorgt, rechnet Andrea Funke vor: "Die Versorgungsquote beträgt 51,53 Prozent, davon 31,71 Prozent über Kita, der Rest über die Kindertagespflege." Für über Dreijährige gibt es 1448 Plätze. Mit 99,18 Prozent hat praktisch jeder Drei- bis Sechsjährige einen Kindergartenplatz. "Die Stadt kann den Rechtsanspruch einlösen", betont Funke. Dies gelingt aber nur mit Überbelegungen (124) und Wartenzeiten von bis zu sechs Monaten, räumt Jugenddezernent Sönke Eichner ein. Deshalb wird auf dem Gelände der Kita Nordlichter ab 2018 eine zusätzliche Waldgruppe für bis zu 15 Drei- bis Sechsjährige eingerichtet, hat der Stadtrat beschlossen. Auch die städtische Kita "Pusteblume" wird 2018 eine Waldgruppe mit bis zu 15 Plätzen bekommen. Beide Angebote lassen sich schnell und kostengünstig umsetzen. "Mit dann vier Waldgruppen ist der Bedarf für Hilden gedeckt", glaubt Jugendamtsleiter Brakemeier. Klar ist: Die Stadt muss ab August 2018 weitere 80 Kita-Plätze schaffen. Der Ausbau der Tagespflege sei keine Alternative - weil dort nur Kinder unter drei Jahren betreut werden.

Quelle: RP
 
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