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Hilden
Boni-Schüler erkunden China

Hilden: Boni-Schüler erkunden China
Vor dem China-Museum Chongqin: v.r. Karin Plaggenborg, Jonas Schlicht, Maya Onkelbach, Janette Fuhl, Anna Graap, Marie Weitz, LIng Pan, Johanna Weidener, Paula Weitz, Annika Dörscheln. FOTO: Privat
Hilden. Mit vielen neuen Eindrücken über das Reich der Mitte sind acht Schüler des Evangelischen Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums aus China zurückgekehrt. Bei der 13-tägigen Studienreise nach Chengdu (Provinz Sichuan) wurden sie von ihrer Lehrerin Karin Plaggenborg begleitet.

Die Schüler wählten den China-Austausch als Alternative zum Berufspraktikum. Von Düsseldorf flog die Gruppe über Peking nach Chongqing, der mit 28 Millionen Einwohnern flächenmäßig größten Stadt der Welt und Partnerstadt von Düsseldorf.

Die Hildenerin Ling Pan, die chinesisch-deutsche Schülerbegegnungen organisiert, führte durch ihre alte Heimatstadt. "Wir mussten uns erst an das Klima (heiß und feucht), an das Essen (dreimal täglich warm und scharf) und an die alternativen sanitären Anlagen (Hock- statt Sitztoilette) gewöhnen", berichtet Karin Plaggenborg. Chinesische Grundkenntnisse hatte den Hildenern Yi Frank-Sun von der Volkshochschule Hilden-Haan beigebracht.

Eine Woche lang waren die Boni-Schüler zu Gast in der Deyang Foreign Languages School in der Nähe von Chengdu. Der Empfang in den Gastfamilien sei "überwältigend herzlich" gewesen. Der Schulalltag dauert dort von 8 bis 21 Uhr - mit einer verpflichtenden Schlafpause von 12.30 bis 14.30 Uhr. "An den Wochenenden lasen uns die Gastfamilien jegliche Wünsche von den Lippen ab und stellten uns ihre gesamten Familien vor", erzählt die Lehrerin: "Die Familien waren so groß, dass spontan Nachfragen nach der Strenge der Ein-Kind-Politik aufkamen.

" Die Kontraste zwischen Arm und Reich seien groß, besonders in Chongqing. Die jungen Deutschen staunten auch über das Organisationstalent der Chinesen. In Sichuan ist der höchstgelegende Flughafen der Welt. In nur drei Jahren wurde er aus dem Boden gestampft, ebenso wie das "New Century Global Centre", der größte Konsumtempel der Welt. Die Gäste aus dem Rheinland wurden ständig "gut behütet", individuelle Erkundungen waren nicht vorgesehen. Sie mussten sich auf der örtlichen Polizeistation registrieren lassen.

Ihr Bus wurde an der Mautstation von Videokameras erfasst. Jetzt hoffen alle, dass die neuen chinesischen Schulfreunde schon bald zu einem Gegenbesuch nach Hilden kommen können.

Quelle: RP
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