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Hilden
Bunter Weltkindertag auf dem Spielplatz

Hilden: Bunter Weltkindertag auf dem Spielplatz
Jennifer schwingt sich am Seil übers Wasser wie Tarzan an einer Liane. Im Hintergrund sind die Hütten zu sehen, die Kinder auf dem Abenteuerspielplatz eigenständig gebaut haben. FOTO: Olaf Staschik
Hilden. Mädchen und Jungen haben den Tag, an dem sie im Mittelpunkt stehen, spielend und tobend verbracht. Von Tanja Karrasch

Florian haut einen Nagel in ein Brett. Erzieher Carsten Emig, der auf dem Abenteuerspielplatz den Baubereich leitet, hält das Holzstück für ihn fest und gibt Tipps. Der Achtjährige ist begeistert: "Guck mal Jonas, hier gibt es so eine Funktion, da kann man den Nagel auf den Hammer stecken und dann direkt reinhauen", ruft er seinem Kumpel zu. Beim Schnupperbauen will Emig den Kindern, die noch nicht so häufig auf dem Spielplatz waren, die Regeln im Baubereich näherbringen. Dass das Werkzeug nach dem Bauen an seinen ursprünglichen Platz zurückgebracht werden muss, zum Beispiel. Viele Hütten stehen bereits im Wald des Abenteuerspielplatzes. Auch sie wurden von Kindern gebaut, bemalt, teilweise sogar mit selbstgenähten Gardinen ausgestattet. Carsten Emig findet das toll: "Beim Bauen lernen die Kinder nicht nur das Handwerkliche, sondern auch, im Team zu arbeiten und ihre Kreativität auszuleben.

Das Angebot am Weltkindertag kommt an. Viele Familien strömen auf den Abenteuerspielplatz. Gemeinsam mit dem Kinderschutzbund und dem Spielmobil hat Einrichtungsleiter Detlef Berning diesen Tag organisiert. "Die Kinder sollen hier die Möglichkeit haben, sich auszuleben, sich zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen", so Berning. Mutter Jaqueline Schliewe aus Hilden gefällt die Veranstaltung: "Wir nutzen generell oft die Angebote des Spielmobils und es ist toll, dass hier heute so viel geboten wird", sagt sie. Dann muss sie weiter: Tochter Charlotte (4) will unbedingt zu den Pferdereiten. Der Tierbereich ist beliebt bei den Kleinen. Ziegen, Pferde, Schafe können besucht werden, Kaninchen gestreichelt und Hühner gefüttert werden. Weitere Tiere gibt es im Fluss, über den sich Amy, Katie und Jennifer an Seilen hängend schwingen. "Fische und Flusskrebse leben dort, weil die Wasserqualität so gut ist", erklärt Detlef Berning.

Für die Jüngeren gibt es Laufräder, Rutschen, eine Hüpfburg und Kinderschminken. Charlotte (6) ist heute nach etwas Gruseligem zumute. Aus einem Schminkbuch sucht sie sich die Hexe aus. Anschließend kann sich die kleine Hexe sogar mit dem passenden Kostüm verkleiden.

Neben der Schminkstation ist zwischen zwei Bäumen eine Slagline gespannt. Beim Balancieren über das Seil helfen die Erwachsenen. Die Kinder können so ihren Gleichgewichtssinn stärken, es kommt aber auch auf Vertrauen und Teamwork an. Und auch am Lagerfeuer ist die Stimmung gut. Im Kreis sitzen vielen junge Familien. Lara (6) und Amelie (6) halten Stockbrot in die Glut. "Das ist voll lecker, das haben wir im Kindergarten auch schon mal gemacht", sagt Amelie. Als der Stock schwer wird, berührt der Teig kurz die Kohle. "Hey, du sollst braun werden und nicht schwarz!", schimpft Lara.

Quelle: RP
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