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Hilden
CDU-Kandidatenkür startet in Monheim

Hilden. Bei der ersten Kandidatenrunde am Dienstabend im Monheimer "Pfannenhof" wurden durch die alphabetische Reihenfolge der Auftritte direkt hohe Maßstäbe gesetzt. Denn mit Hans-Dieter Clauser läutete ein in der Landespolitik versierter Politprofi die Runde ein. In Grund und Boden verdammte er die rot-grüne Landespolitik, zählte genüsslich ihre Negativrekorde auf. NRW: vom Wirtschaftsmotor der Republik zum Null-Wachstum, Stauland Nr. 1, weil angesichts des Planungsstaus keine Bundesmittel abgerufen werden, 142 Milliarden Schulden, Einbruchsland Nr.1, massiver Unterrichtausfall an Schulen und eine unterfinanzierte Inklusion. Fazit: Die Sozis können nicht mit Geld umgehen. Konkrete Lösungsvorschläge angesichts der massierten Probleme hatte Clauser indes nicht. Allein, dass er angesichts der hohen Steuereinnahmen anfangen würde, Schulden zurückzuzahlen. Von D. Schmidt-Elmendorff

Sebastian Köpp (Langenfeld) war bisher vor allem in der Kommunal- und Kreispolitik aktiv und hat über seine Arbeit in der CDU-Landesgeschäftsstelle auch mit der Landespolitik zu tun. Der 30-Jährige brachte bezüglich des wirtschaftlichen Missmanagements von Rot-Grün nahezu dieselben Kritikpunkte vor wie Clauser. Und er erhob klare Forderungen: kein Fracking, keine CO-Pipeline und Abschaffung der Abundanzumlage.

Claudia Schlottmann, seit 22 Jahren im Hildener Stadtrat, beleuchtete als einzige die Landespolitik aus der Perspektive ihrer Zuhörer, der kommunalen Ebene. Seit Jahren ärgere sie sich über die regelmäßigen Eingriffe in die kommunalen Haushalte, neue Landesgesetze würden nicht mit genügend Geldmitteln ausgestattet. Der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz ab einem Jahr sei eingeführt, die Städte seien aber mit den teuren Umbauten allein gelassen worden. Die Inklusion sei an ihre "kaum mehr handhabbaren Grenzen gestoßen". Der Unterrichtsausfall an Schulen müsse endlich genau gemessen werden. Die Städte müssten bei der Sanierung der Schulgebäude aus den 70ern unterstützt werden. "Die Kommunen müssen wieder mehr Freiheiten erlangen, ihre Angelegenheiten selbst zu regeln."

Peter Werner versuchte als Mensch zu punkten: Arbeiterfamilie, in der Schulzeit das gesamte System durchlaufen, politisch als liberaler Konservativer einzuordnen. Der Sport habe ihn zum Teamplayer erzogen, er habe früh Verantwortung übernehmen wollen - als Schulsprecher. Auf Landesebene wolle er sich für einen Wirtschaftwandel und damit für bessere Lebensverhältnisse einsetzen. Am 13. Oktober stellen sich die Kandidaten in Hilden vor; am 27. Oktober entscheiden die CDU-Mitglieder über den Bewerber im Wahlkreis 36 mit den Städten Monheim, Langenfeld und Teilen Hildens.

Quelle: RP
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