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Hilden
City wird nur langsam verschönert

Hilden: City wird nur langsam verschönert
Ein neu gestalteter Eingangsbereich zum Stadtpark wird durch den Aufschub des Innenstadtkonzeptes noch länger nur eine Idee bleiben. FOTO: Stadt Hilden
Hilden. Der Rat will einen Aufschub des Innenstadtkonzepts, die Verwaltung schlug den Ausstieg vor. Von Gökçen Stenzel

Die Teile des Innenstadtkonzepts, die bereits durchgeplant oder in der Ausführung sind, werden zu Ende gebracht. Die noch nicht konkretisierten Teile werden aufgeschoben.

Das ist das Ergebnis der Diskussion im Stadtrat, der am Mittwochabend entscheiden musste, wie mit dem 7,5-Millionen-Euro-Projekt jetzt umgegangen werden soll: bei Haushaltssperre und leerer Stadtkasse. Dabei hatten die Ratsleute die Wahl zwischen Pest und Cholera. Weitermachen kostet Geld (zwei Millionen Euro), der Ausstieg aber auch (700.000 Euro), weil Fördergelder zurückgehen würden und womöglich Schadenersatz zu zahlen wäre. Der Beschlussvorschlag der Verwaltung lautete dennoch auf Ausstieg: "Durch die Aufgabe des IHK kann ein nicht unerheblicher Euro-Betrag eingespart werden." Die Mehrheit entschied aber anders - man wolle nicht so viel Geld für nichts ausgeben, so die Begründung. Die Grünen plädierten für die Variante "Weitermachen" wie geplant, weil es eine große Chance für Hilden sei, die Hälfte der Kosten vom Land bezahlt zu bekommen. Dem folgten die anderen Fraktionen aber nicht.

Stattdessen also der "Aufschub", obwohl die Warnung im Raum steht, dass gerade diese Variante neue Kosten mit sich bringen kann. Denn konkret heißt das: Das Projekt Benrather Straße ist noch ohne Ergebnis. Die Robert-Gies-Straße ist abgeschlossen. Gabelung: ohne Ergebnis, Stadtpark und Warrington-Platz mit Teilergebnis, wobei die CDU noch einmal darauf verwies, dass die Umgestaltung des Stadtparks auch aus Sicherheitsgründen wichtig sei. Der Jacobus-Platz ist vollendet, die kleinen Maßnahmen am Steinhäuser- und am Rathaus-Center sind vollbracht, die Projektbegleitung verschlankt sich.

Damit wird das Konzept zwar grundsätzlich fortgeführt, jedoch für drei Jahre ausgesetzt. Zu viel gezahlte Fördermittel werden verzinst zurückgezahlt. Für die Fortführung in drei Jahren wird das IHK überarbeitet und neuerlich Fördergeld beantragt, große Teile des eigentlich abgeschlossenen Prozesses müssen neu aufgerollt werden. Mit durchaus ungewissem Ausgang: Welche Projekte in drei Jahren förderwürdig sind und welche nicht, steht in den Sternen.

Quelle: RP
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