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Hilden
Darum rollen die Bagger ans "Aldi-Ei"

Hilden: Darum rollen die Bagger ans "Aldi-Ei"
Auf den ersten Blick sieht der Fahrbahnbelag im "Aldi-Ei" noch gut aus. Aber es haben sich bereits Risse gebildet. Dringt dort Feuchtigkeit ein, die im Winter friert, kann es Frostaufbrüche geben. Die Reparatur wird dann vielfach aufwendiger. FOTO: Matzerath
Hilden. Die Stadt saniert ab Mittwoch den Straßenbelag am Kreisverkehr Gerresheimer Straße. Das kostet sie 60.000 Euro. Von Alexandra Rüttgen

Birgit Borowski glaubt an einen Scherz. "Den ersten April hatten wir doch schon, oder?", fragt sie via Facebook. Und Frank Kuhn urteilt einfach nur: "Der Hammer." Die Stadt Hilden saniert ab morgen, Mittwoch, die Asphaltdecke des Kreisverkehrs an der Gerresheimer Straße - dem so genannten "Aldi-Ei". Schilder weisen schon jetzt auf Umleitungsregelungen hin, die mindestens bis Donnerstag, 18. August, gelten. So lange dauern auch die Bauarbeiten. Doch warum schon die Asphaltdecke sanieren, wenn das "Aldi-Ei" erst vor wenigen Jahren gebaut wurde? Das fragt sich die Facebook-Gemeinde mit Blick auf eine sinnvolle Verwendung von Steuergeld. Harald Mittmann, Leiter des Tiefbauamts, gibt Antworten.

Warum muss das Aldi-Ei saniert werden? Laut Harald Mittmann ist die Asphaltdecke verschlissen. Sie weist zwar noch keine Schlaglöcher auf, doch es zeigen sich schon Risse und Absackungen.

Aber der Belag ist doch noch gar nicht so alt? Laut Mittmann gibt es das Aldi-Ei seit 16 Jahren. "In der Regel ist die Abnutzung einer Straßendecke auf zehn bis 15 Jahre angelegt", erläutert er. Und in einem Kreisverkehr herrsche eine noch höhere Beanspruchung. Höchste Zeit also, die Fahrbahndecke zu erneuern. Denn: "Wenn in die Risse Frost eindringt und er den Asphalt aufplatzen lässt, gäbe es als Konsequenz eine längere Sperrung und höhere Kosten."

Was kostet die Sanierung des Aldi-Ei? Und wer zahlt das? Die Kosten sind auf rund 60.000 Euro angesetzt. Sie werden aus dem Topf für allgemeine Straßeninstandsetzungsmaßnahmen bezahlt. Eine Entscheidung der Politik ist nicht nötig. Würde mit der Sanierung der Asphaltdecke gewartet und würden dadurch die unteren Straßenschichten in Mitleidenschaft gezogen, dann könnte eine "grundhafte Sanierung" des Kreisverkehrs mit rund 300.000 Euro zu Buche schlagen, sagt Mittmann. "Eine Straße soll eine Gesamtnutzungsdauer von rund 50 Jahren haben. Das funktioniert aber nur, wenn man solche erhaltenden Maßnahmen durchführt", betont Mittmann.

Wie fahren nun die Busse? Busse der Linie 781 sind nach Auskunft der Rheinbahn nur in Richtung Erika-Siedlung betroffen. Ab der Haltestelle "Furtwänglerstraße" fahren sie eine Umleitung. Die Haltestelle "Richard-Wagner-Straße" wird zum Halt der Linie O3 in Richtung Erika-Siedlung verlegt. Die Haltestelle "Schulzentrum, Gerresheimer Straße" rückt zur Heerstraße 54. Die Haltestelle "Mozartstraße" kann nicht bedient werden. Die Busse der Linie O3 in Richtung Verwaltungsinstitut fahren ab der Haltestelle "Schulzentrum" eine Umleitung. Statt der Haltestelle Mozartstraße kann die Haltestelle "Auf dem Sand" genutzt werden. In Fahrtrichtung Erika-Siedlung entfallen die Stops "Mozartstraße" und "Schulzentrum". Stattdessen stehen die Haltestellen "Auf dem Sand" und "Heerstraße" zur Verfügung.

Quelle: RP
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