| 00.00 Uhr

Hilden
Das haben Planer mit dem Stadtpark vor

Hilden. Die Empfehlungskommission muss sich am 25. Juni für einen von drei Entwürfen entscheiden. Von Christoph Schmidt

Zweimal lieferten Hildener Bürger jede Menge Ideen und Anregungen für eine Wiederbelebung des Stadtparks und die Umgestaltung des Fritz-Gressard-Platzes. Jetzt stellten drei Architekturbüros ihre daraus entwickelten Entwürfe vor. Am 25. Juni muss sich eine Empfehlungskommission aus Politik, Seniorenbeirat, Jugendparlament, Stadtmarketing und Verwaltung hinter verschlossenen Türen für einen davon entscheiden. Welcher das sein könnte, war bei der Präsentation nicht auszumachen. Jedes Büro lieferte gute Ideen. Alle Entwürfe belegen, was für ein Gewinn der wiederentdeckte Stadtparks für die Innenstadt ist. Bürgermeisterin Birgit Alkenings musste die Aufbruchstimmung allerdings ein bisschen dämpfen. Umgestaltet wird der Stadtpark samt Gressard-Platz nur, wenn es auch Zuschüsse vom Land gibt, betonte sie: "Nach aktueller Planung kann das die Stadt alleine nicht bezahlen." Erst bei der Zusage von Fördergeldern werde auch vom Rat entschieden, was wann gebaut wird.

Und das sind die drei Konzepte der professionellen Planer. Förder Landschaftsarchitekten (Essen) will die Dreiteilung in Stadthalle, Spindler-Villa und Park aufheben, erläuterte Geschäftsführer Matthias Förder. Vor der Villa soll ein Textil-Garten mit Färbe- und Faserpflanzen den historischen Bezug herstellen. Ein 15 Meter langer Steg über den Teich verbindet Villa und Mittelstraße. Eine "Event-Terrasse" soll die Stadthallen-Gastronomie beleben. Der Innenhof der Stadthalle wird zur "grünen Lounge" mit "Gräser-Insel". An der Seite zur Hofstraße sah Förder ein "Aktionsband" mit Rosen-Pergola, Spielplatz, Kiosk und Jugend-Lounge.

Gnüchtel Triebswetter Landschaftsarchitekten (Düsseldorf) hebt die Eingänge zum Stadtpark hervor. "Reduzieren Sie die vier Fahrspuren auf der Benrather Straße auf zwei", appellierte Markus Gnüchtel an die rund 100 Zuhörer: "Lassen Sie sich diese Chance nicht entgehen." Er sieht den Stadtpark als "Ausrufezeichen" der Mittelstraße. Der defekte Brunnen am Gressard-Platz sollte "neu erfunden" werden. Wenn man das Unterholz auslichtet, könnte ein "schattiger Hain" entstehen. Ein neuer Weg soll den zentralen Garten erschließen. Die große Wiese sollte nur teilweise gemäht werden, so Gnüchtel.

Auch das Düsseldorfer Büro Scape will die Spindler-Villa von der Mittelstraße aus in den Focus nehmen. Durch vorsichtiges Auslichten will Geschäftsführerin Hiltraud Lintel mit Blickachsen in den Park hinein ziehen. Eine attraktive Terrasse soll die geschlossene Stadthallen-Gastronomie beleben. Ein "Pflasterteppich" auf der Benrather Straße führt von der Fußgängerzone in den Stadtpark. Sitzstufen am Stadthallen-Teich laden zum Verweilen ein. Der Hof vor der Stadthalle, heute eine Steinwüste, wird zu einer "grünen Insel". Von dort führt eine neue Brücke über den Teich zur Spindler-Villa: "Das funktioniert aber auch mit der vorhandenen Brücke." In der Parkmitte sieht Lintel einen "Waldspielbereich" mit Netzen, Stelen und Baumstämmen.

Kosten für alle drei Entwürfe: 1,5 Million Euro. Das war die Vorgabe.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Hilden: Das haben Planer mit dem Stadtpark vor


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.