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Hilden
Das Hildener Stadtarchiv öffnet am Samstag für alle

Hilden: Das Hildener Stadtarchiv öffnet am Samstag für alle
Auch in Hilden gab es Hausbesetzungen: Hier von der alten Sparkasse/Bücherei an der Ecke Bismarck-/Mittelstraße. FOTO: Stadtarchiv Hilden
Hilden. "Demokratie und Bürgerrechte" ist das Oberthema zum bundesweiten Tag der Archive am 3. März.

Der Verband deutscher Archivarinnen und Archivare (VdA) hat alle Archive aufgerufen, sich am 9. Tag der Archive zu beteiligen. Das Hildener Stadtarchiv beteiligt sich ebenfalls an dieser bundesweiten Aktion und öffnet am Samstag, 3. März, von 10 bis 15 Uhr seine Räume an der Gerresheimer Straße 20.

Die Archive sind in dem Prozess der politischen wie gesellschaftlichen großen Veränderungen ein "Fels in der Brandung": Sie dokumentieren das Geschehene, sind eine verlässliche Informationsquelle und tragen somit direkt zum Schutz von Demokratie und Bürgerrechten bei. Das Stadtarchiv Hilden nutzt die Gelegenheit, sich an die breite Öffentlichkeit zu wenden und auf die Bedeutung archivischer Arbeit hinzuweisen. Es besteht die Möglichkeit, das Stadtarchiv zu besichtigen, und zwar nicht nur die Büroräume, sondern auch das Magazin im Keller. Dort lagern die Archivalien. Es werden aber auch sehenswerte Dokumente ausgestellt. Dazu haben sich die Archive einen Schwerpunkt ausgedacht: Im Focus des Tages stehen die Themen Wahlen, Demonstrationen und Streiks. Auch dazu hat das Hildener Stadtarchiv eine umfangreiche Sammlung angelegt.

Neben Wahlplakaten werden Zeitungen und Fotos zu sehen sein, in denen die politischen und wirtschaftlichen Ereignisse und Veränderungen in Hilden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts thematisiert werden. Ein besonderes Augenmerk wird auf die schillernde Hausbesetzerszene der frühen 1980er Jahre in Hilden geworfen. Außerdem beantwortet das Team des Stadtarchivs Fragen der Besucher zur Stadtgeschichte und zur Ahnenforschung, lässt die Gäste am Mikrofilmlesegerät alte Zeitungen einsehen, gibt einen Überblick über die Aufgaben und die Arbeitsweise eines Stadtarchivs und hält eine paläografische Sprechstunde ab. Das heißt, wer Unterlagen aus der Familiengeschichte - Briefe, Tagebücher - besitzt, sie aber beispielsweise wegen der alten Schriften nicht lesen kann, kann sie dem Team des Stadtarchivs vorlegen, das beim Entziffern und Transkribieren hilft. Schließlich sind die Stadtarchivare darin jahrelang geübt. Die Teilnahme am Tag der Archive ist kostenfrei.

(-dts)
 
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