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Klo ist nicht gleich Klo
Das sind die regionalen Trends zum Welt-Toiletten-Tag

Klo ist nicht gleich Klo: Das sind die regionalen Trends zum Welt-Toiletten-Tag
Der Fantasie der Designer sind bei Brillen und Deckeln keine Grenzen gesetzt. FOTO: Bußkamp, Thomas
Hilden/Langenfeld. Manche nennen es verklemmt "WC", andere sagen einfach "Klo". Eins ist jedoch klar: (Fast) jeder besucht sie mindestens einmal am Tag - die Toilette. Zu ihrem Welttag stellen wir die Trends regionaler Anbieter vor. Von Bernd Rosenbaum

Jeder besucht es mindestens einmal (meist aber mehrmals) am Tag. Zuhause hat man es sich gern etwas wohnlich gemacht, mit bunten Handtüchern und lustigen Sprüchen oder stilvollen Bildern an der Wand. Bei der Arbeit sind sie dagegen eher nüchtern eingerichtet. Und an manche öffentliche Stelle möchte man eigentlich gar nicht hin. Die Rede ist vom "stillen Örtchen", dem Abort, der Toilette, dem Wasserklosett oder abgekürzt dem WC. Pünktlich zum Welt-Toiletten-Tag, den die Vereinten Nationen vor vier Jahren auf den 19. November festgelegt haben und der morgen wieder begangen wird, blicken wir auf die Trends im Bad-Bereich.

Besonders angesagt ist dort zurzeit, so versichert es Irina Brunner vom Haaner Sanitär- und Haustechnik-Unternehmen Rittweger, das spülrandlose WC. In modernen Krankenhäusern und Arztpraxen ist das hygienischere Design bereits seit einigen Jahren angekommen, inzwischen setzt es sich wohl auch zunehmend in Privathaushalten durch. Die Idee dabei ist, dass durch eine modifizierte Spültechnik kein nach innen geschwungener Rand mehr nötig ist, um Wasserspritzer zu verhindern. "Das ermöglicht eine sehr einfache Reinigung und Pflege", so Irina Brunner. Es gebe keinen Spülrand mehr, unter dem sich Schmutz und Bakterien ansammeln können. Zudem kostet ein spülrandloses WC nur wenig mehr als ein klassisches.

Nicht ganz so günstig ist eine weitere Kloschüssel-Innovation, die seit einigen Jahren in den deutschen Markt drängt: das Dusch-WC. Dort erledigt eine kleine eingebaute Brause das, was man normalerweise mit dem Toilettenpapier macht. In fernöstlichen Ländern längst der Standard, verbreitet es sich hierzulande nur langsam. Das mag auch an den hohen Anschaffungskosten liegen. Spitzenmodelle mit allem erdenklichen Chichi wie ausfahrbarem Duscharm, Fön, Sitzheizung und Klappdeckelautomatik sowie Beleuchtung mit Annäherungssensor liegen bei 3500 Euro, wie Irina Brunner einräumt. Es gibt allerdings im Baumarkt (zum Beispiel Obi in Hilden) auch günstigere Modelle um 1400 Euro oder Nachrüstlösungen (im Hagebaumarkt Quintus in Haan) für 650 Euro.

Wer sein Thrönchen individualisieren will, kann dies auch mit Accessoires der Hildener Firma Wenko tun. Neben rein weißen Klodeckeln gibt es dort nicht nur vollfarbige Modelle zum Beispiel in Gelb oder Flieder, sondern auch strahlende Fotomotive mit Kühen vor Bergpanorama oder süßen Hunden auf Motorrädern. Der letzte Schrei ist ein Roy Liechtenstein nachempfundenes Pop-Art-Motiv in Comicform für knapp 40 Euro. Blöd nur, dass man den in die Klobrille eingelassenen Comic gar nicht lesen kann, solange man auf ihr sitzt.

Motivsitze liegen derzeit auch beim Langenfelder Toom-Baumarkt im Trend, wie eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage bestätigte. Der Fantasie der Designer scheinen dabei keine Grenzen gesetzt zu sein. 140 verschiedene Modelle sind dort erhältlich. Gerne griffen die Kunden auch zu "Problemlösern, wie integriertem Kindersitz oder einer Erhöhung für mehr Sitzkomfort", so die Sprecherin.

Wer den Aufwand einer Badrenovierung scheut, weil sie unter anderem mit Staub und Dreck verbunden ist, der sich gern im ganzen Haus verteilt, der kann auf die Staublos-Konzeption des Haustechnik-Unternehmens Beck in Hilden zurückgreifen. Mit Luftwäschern, Folientüren und Verkehrswege-Abklebungen "sind wir nahe an der Perfektion", sagt Geschäftsführer Christian Beck. Auch wenn er einräumt, dass es eine komplett staubfreie Renovierung kaum geben kann. Dafür garantiert die regionale "Alles wird schön"-Kooperation, zu der die Firma Beck seit 20 Jahren gehört, das Umsetzen von verschiedenen Projekten rund ums Haus mit nur einem Ansprechpartner.

Quelle: RP
 
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