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Kreis Mettmann
Den Jahreswechsel richtig feiern

Kreis Mettmann: Den Jahreswechsel richtig feiern
Geknallt wird ja sowieso schon überall: Wunderkerzen sind die sanfte, aber ebenfalls schöne Feuerwerk-Variante. FOTO: achim blazy
Kreis Mettmann. Dinner for one oder doch mal wieder ein geselliges Abendessen in großer Runde, bevor endgültig Schluss ist mit 2015? Und was wird das Bleigießen diesmal bringen? Wie man den Silvesterabend lustig, kurzweilig und auch ein bisschen nachdenklich gestalten kann. Von Monika von Kürten

Nur noch wenige Stunden, dann erleuchten wieder buntes Feuerwerk und Wunderkerzen die Nacht. Menschen überall auf der Welt prosten sich zu und wünschen sich gegenseitig ein glückliches neues Jahr. Der Jahreswechsel bringt viele unterschiedliche Traditionen mit sich - die RP hat einmal einige Bräuche zusammengefasst.

Nicht wegzudenken: Neujährchen, Berliner Ballen mit Eierlikör oder, wenn man Pech hat, auch mit Senf befüllt. FOTO: Blazy, Achim (abz)

1. Dinner for one Getreu dem Motto "The same procedure as every year!" ist für Viele der Kultsketch "Dinner for one" Pflichtprogramm. Schon seit Jahren kann man von Norwegen bis Australien am Fernsehbildschirm verfolgen, wie Miss Sophie und ihr treuer Butler James mit imaginären Freunden den Geburtstag der alten Dame feiern.

2. Geselliges Abendessen Die Stunden bis Mitternacht können lang werden. Da bieten sich gerade Fondue oder Raclette zum Abendessen an. Das Essen kann prima am Vormittag vorbereitet werden und abends kann man sich dann in geselliger Runde über einen längeren Zeitraum genüsslich den Bauch vollschlagen.

3. Geldsegen im neuen Jahr Auch Linsensuppe oder Silvesterkarpfen gehören zu traditionsreichen Speisen zum Jahreswechsel. Beide Mahlzeiten versprechen dem Aberglaube nach Geldsegen im neuen Jahr. Die Linsen in der Suppe stehen dabei für Geldstücke, die es im kommenden Jahr regnen werde. Vom Karpfen muss allerdings man eine der Schuppen in die eigene Geldbörse legen.

4. Berliner Ballen Eine weit verbreitete süße Leckerei zu Silvester ist der "Berliner". Das zu dieser Jahreszeit mit Glückssymbolen dekorierte und mit verschiedenen Marmeladen oder Cremes gefüllte Gebäck soll dem Brauch nach ein zuckersüßes Jahr einläuten. Wer allerdings Pech hat, kann aber auch einen besonders präparierten Berliner erwischen, nämlich den einen mit der Senffüllung.

Que sera, sera: Der wohl bekannteste Orakelbrauch zum Jahreswechsel ist das Bleigießen. FOTO: Blazy, Achim (abz)

5. Zukunft voraussagen Der wohl bekannteste Orakelbrauch zum Jahreswechsel ist das Bleigießen. Auch wenn in den seltensten Fällen die auf den Beipackzetteln beschriebenen Figuren entstehen, macht das gemeinsame Deuten der "Ergebnisse" einen großen Spaß. Hierzulande weniger bekannt dagegen ist das tschechische Apfelorakel. Hier wird das Kerngehäuse eines aufgeschnittenen Apfels gedeutet.

6. Unglücksboten zu Silvester Besonders Abergläubige waschen am letzten Tag des Jahres keine Wäsche und hängen sie auch nicht zum Trocknen auf. Der Legende nach ist nämlich in dieser Nacht Gott Wotan unterwegs und wäre schrecklich wütend, wenn er in voll gepackten Wäscheleinen hängen bleiben würde. Ein weiterer Unglücksbote zu Silvester ist der Verzehr von Geflügel, denn dem Aberglauben nach fliegt dann einem das Glück davon.

7. Glücksbringer Warum zu Silvester nicht ein wenig Glück verschenken? Glücksklee, Glücksschweinchen, Marienkäfer, kleine Schornsteinfeger oder Hufeisen aus den unterschiedlichsten Materialien, die Liste der "Neujährchen", der Glücksbringer, die man der Familie und Freunden schenken kann, ist lang.

8. Krach in der Silvesternacht Lärm schlagen und Krach machen gehört zum ältesten Brauchtum in der Silvesternacht und an Neujahr, denn damit sollen böse Geister vertrieben werden. Feuerwerkskörper und Silvesterböller in allen Farben, Lautstärken und Preisklassen werden dafür freudig in den Himmel gejagt.

9. Süßes am Neujahrstag Auch am Neujahrstag soll man essen für mehr Glück! In vielen Gegenden ist es Brauch, am Neujahrstag eine süße Brezel oder einen Kranz zu verschenken und gemeinsam zu essen. Die Gebäckform steht für "alles soll 'rund' laufen".

10. Am Neujahrstag Am Neujahrstag sollte man auch nicht zu spät aufstehen, weil einen sonst das ganze Jahr über schlechter Schlaf und schlechte Träume plagen. In den USA gibt es auch noch den Brauch, dass am ersten Tag des Jahres nichts das Haus verlassen darf, auch nicht der Müll. Wenn doch, droht Unglück.

Quelle: RP
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