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Hilden
Denkmaltag lockt mit elf Programmpunkten

Hilden. Sogar die Briefmarkenfreunde sind am 11. September dabei: Mit einer Sondermarke zum Tag des Denkmals.

Der Tag des offenen Denkmals - immer in der ersten Septemberwoche - ist in Hilden sehr beliebt: Die Führungen durch historische Gebäude, über Bodendenkmäler in Wald und Flur sind immer gut besucht bis überfüllt. Hier ist der Überblick über das Programm, an dem sich sogar die Briefmarkenfreunde beteiligen: Sie haben einen Stand in der Stadthalle, an dem der Sonderstempel zum Tag des offenen Denkmals ausgegeben wird (10 bis 16 Uhr). Dort, in der Stadthalle, steigt am selben Tag das Fest "Hilden singt und klingt", bei dem sich die musikbegeisterten Vereine Hildens treffen - optimale Kombination also für die Besucher. Erst ein bisschen mitsingen und -swingen, dann Denkmal gucken.

Erste Station ist ein paar Schritte weiter bei der Kornbrennerei, Benrather Straße 32a. Um 10 Uhr gibt es eine Führung, um 11 Uhr einen Vortrag; Museum und Brennerei sind von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weiter geht es zum Kückeshaus an der Eisengasse 2. Das zweigeschossige Fachwerkhaus ist von 12 bis 15 Uhr geöffnet und zeigt eine Ausstellung zur eigenen Geschichte, die im 18. Jahrhundert begann.

Für die Schnupper-Stadtführung durch das historische Hilden, die die Volkshochschule anbietet, braucht es eine Anmeldung (Telefon 02103 500530). Sie startet um 14 Uhr vor der Reformationskirche und dauert etwa eine Stunde. Apropos Reformationskirche. Von 13 bis 14 Uhr gibt es Kostproben der der grundrenovierten Schuke-Orgel in der Emporenkirche von 1210. Im Anschluss ist eine Führung mit Erläuterungen zur Kirche. Danach lässt sich die Gottschalksmühle, Mühle 64, gut besuchen. Die Mühle wurde 1380 erstmals urkundlich erwähnt, die letzte Sanierung war 2011 beendet. Von 15 bis 17 Uhr öffnen die Besitzer und bieten Kaffee und Kuchen.

Etwas weiter draußen liegen weitere Denkmäler. Als da wären das Haus Walder Straße 24 und das Haus Ellerstraße 12. Durchs erstere gibt es eine Führung mit Besichtigung um 14.30, durchs zweite um 15 Uhr. Beide Häuser stammen aus der Zeit zwischen 1900 und 1910. Auch die Hofstelle Kesselsweier 1 mit ungewöhnlich repräsentativem Wohnhaus und Stallungen aus dem Ende des 19. Jahrhunderts gehört zu den historischen Gebäuden und wird von 10 bis 12 Uhr gezeigt. Ähnlich alt ist das Haus Hildener Künstler, Hofstraße 6, das ehemals als Kutscherhaus diente und seit 1982 Kunst beherbergt. Um 11 Uhr gibt es eine Führung durch den Skulpturengarten, der von 11 bis 18 Uhr geöffnet ist, und um 12 Uhr einen Vortrag über den Werdegang des Hauses H6.

Wen es lieber hinaus ins Freie zieht, der ist bei der Führung im Stadtwald richtig: Es geht zur 250 Jahre alten Lieven-Eiche, die nach Ferdinand Lieven, dem Stifter des Stadtwalds, benannt ist. Treffpunkt ist um 12 Uhr vor dem Fortshaus, Forsthaus 61, man kann am besten bei der Autobahnpolizei parken.

Veranstalter des Tages in Hilden sind das Kulturamt der Stadt Hilden und die Untere Denkmalbehörde.

(gök)
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