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Kreis Mettmann
Der Kreis Mettmann hat richtig Geld im Säckel

Kreis Mettmann. Zum elften Mal legen Landrat Thomas Hendele und Kämmerer Martin Richter einen ausgeglichenen Haushalt vor.

Strahlende Gesichter im Kreistag, wenn der Haushalt eingebracht wird - das gibt es nicht in vielen Kommunen. Nach Düsseldorf und Köln hat der Kreis Mettmann die höchste Steuerkraft im Land NRW und das drückt sich auch in Zahlen aus. Rund 1,17 Milliarden Euro beträgt die Summe der Ein- und Ausgaben, das liegt auch daran, dass alle Städte ihre Steuerkraft steigern konnten.

Die fallenden Arbeitslosenzahlen und die gute Konjunktur machen sich offenbar bemerkbar. Fast 120 Millionen Euro mehr als im Vorjahr konnten die Städte durch ihre Anteile an der Einkommen- und Körperschaftssteuer erwirtschaften.

Doch auch die neue Landesregierung hat ihren Teil zur guten Lage des Kreises beigetragen. "Von den 90 Millionen Euro Kommunalsoli, die im vergangenen Jahr an das Land gingen, hat allein der Kreis mehr als 40 Millionen bezahlt. Der Soli ist nun weggefallen, das begrüßen wir sehr", sagte Landrat Thomas Hendele bei der Vorstellung des umfangreichen Zahlenwerks. Außer Velbert, Wülfrath, Heiligenhaus und Erkrath haben die übrigen sechs Städte bislang gemeinsam 42 Millionen Euro an Kommunalsoli bezahlt. Das Geld komme nun wieder den Städten zugute, so Hendele.

Bei all den guten Nachrichten, einen Wermutstropfen gibt es dennoch. Obwohl der Hebesatz für die Kreisumlage um 2,61 Prozent gesenkt wird, müssen einige Städte draufzahlen. In Erkrath ist bei der Kreisumlage mit Mehrkosten von 110.000 Euro zu rechnen, in Heiligenhaus sind es 210.000 Euro. Monheim darf schon 3,18 Millionen Euro mehr in den Haushalt einplanen und in Langenfeld sind es sogar 5,28 Millionen Euro, die als zusätzliche Belastung zu Buche schlagen. Ratingen ist mit fast vier Millionen Euro mehr von der Partie. Nur Haan kann sich mit 190.000 Euro über eine Entlastung freuen.

Doch was hat der Bürger von all diesen Zahlen, wo merkt man, dass das Geld ankommt? Der Kreis wird in den kommenden Jahren mehr als fünf Millionen in seine Schulen investieren. Dazu kommen noch einmal 7,5 Millionen für die Sanierung von Straßen. Für den dringend notwendigen Neubau einer Kreisleitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst neben der Polizei in Mettmann wird ein zweistelliger Millionenbetrag in die Hand genommen. Damit einher geht eine Neuorganisation des Rettungsdienstes.

Ebenfalls für die Bürger sicht- und spürbar ist die Umsetzung des Masterplans Neandertal. Noch in diesem Jahr werden rund um das Neanderthal Museum Bäume gefällt, um Platz für neue Sichtachsen und die neue Brücke zu schaffen. Darüber hinaus wird der Spielplatz saniert. Viel tun wird sich auch am Wildgehege. Durch einen Pachtvertrag mit der Stadt Erkrath werden die Wisente ein neues Außengelände erhalten, außerdem gibt es neue Wege und Aussichtsplattformen. Was noch auf den Kreis zukommt, ist die Neuanlage der Fundstelle des Neandertalers.

Ebenfalls beteiligt ist der Kreis am Ausbau der Regiobahn nach Wuppertal. Pro Tag sind 3500 Fahrten geplant, doch Hendele ist überzeugt, dass diese Zahl übertroffen wird. Allerdings will sich Hendele dafür einsetzen, dass die Strecke auch in die andere Richtung über Kaarst hinaus ausgebaut wird.

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