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Gewerbepark Süd in Hilden
Der Kunstraum ist seit 20 Jahren ein Ort der Begegnung

Gewerbepark Süd in Hilden: Der Kunstraum ist seit 20 Jahren ein Ort der Begegnung
Karlernst Braun (mit Frau Gisela), ist weit mehr als einer der Eigentümer - er ist Mäzen. FOTO: stenzel
Hilden. Die Erfolgsgeschichte des Kunstraums im Gewerbepark Süd wurde am Freitag gebührend gefeiert: mit Musik und humorigen Reden, mit Häppchen und einer Ausstellung. Die Brüder Braun sind Sponsoren und Eigentümer - und sie können auch mit den ganz Großen der Branche. Von Gökçen Stenzel

Die "Bittergedanken" von Willy L. Bitter, die am Sonntag eröffnet wird, waren bereits aufgebaut, und keine andere Schau hätte es zu diesem Anlass sein dürfen. Hat der Hildener Künstler doch vor 20 Jahren dem Kunstraum, einst eine Kantine, seinen Namen gegeben und die erste Ausstellung bestritten. Natürlich war er unter den Gästen.

Die „Uralt-Hildener“ Klaus König und Ulla Heidelberg-König beim Empfang. FOTO: stenzel

Es kamen nicht nur die Vertreter aus Rat und Verwaltung, aus Bundes- und Landesregierung, sondern vor allem Künstler und Weggefährten der Brauns, alle mit einem Bezug zu dem Ort, der wie kein anderer in der Stadt für Begegnung steht.

220 Events hat es in den zwei Jahrzehnten gegeben, 90 davon waren Ausstellungen außergewöhnlicher Künstler. Christo & Jeanne Claude, James Rizzi, Günther Uecker, Heinz Mack, Otto Piene, Jörg Immendorff, K.O. Götz oder Hans-Peter Feldmann, der beim Festakt dabei war - sie alle haben hier ausgestellt. Und Monika Doerr, die Kulturamtschefin, hat die Geschicke des Kunstraums von Anfang an mit so glücklicher Hand geführt, "dass es sich bei jedem Künstler gut im Lebenslauf macht, wenn da der Kunstraum auftaucht", wie Bürgermeisterin Birgit Alkenings in ihrem Grußwort betonte.

Auch da: Stadtmarketing-Chef Volker Hillebrand und Musiker Peter Baumgärtner. FOTO: stenzel

Landrat Thomas Hendele übernahm das berühmte Wimmelbild von Jaques Tilly als Geschenk und dankte im Namen des Kreises den Brüdern Hans-Jürgen und Karlernst Braun, die weit mehr sind als Eigentümer. Sie sind Mäzene. Die beiden erinnerten in einem Dialog an ihre ganz persönlichen Begegnungen, zum Beispiel mit Immendorff und Campino. Zum Schluss gaben sie bekannt, dass der anwesende Haaner Fotograf Wolf de Haan eine Werkschau über Willy Bitter herausgegeben hat.

Freunde der Brauns sind etwa Klaus König und Ulla Heidelberg-König, "Uralt-Hildener", wie sie erzählten. "Ich war im Alter von drei Tagen schon in der Zeitung", erzählte die heute 65-Jährige. "Ich war Hildens 30.000ster Einwohner." Leider habe es die Stadt in der Zeit nicht geschafft, "sich zu verdoppeln". Auch sonst: viele Gespräche, viel Herzlichkeit, viele Begegnungen. Der Kunstraum machte zum Festakt seinem Ruf alle Ehre.

Die Ausstellung "Bittergedanken" wird morgen um 11 Uhr an der Hofstraße 64 eröffnet. Sie ist bis 7. Januar zu sehen.

Quelle: RP
 
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