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Gruiten
Der Nikolausturm ist jetzt vollendet

Gruiten. Nach 18 Monaten ist die Sanierung des historischen Gruitener Kirchturms abgeschlossen. Das wird am 25. März gefeiert Von Ralf Geraedts

Der Förderverein St. Nikolaus und die Arbeitsgemeinschaft Alter Nikolausturm wollen Danke sagen. Alle, die seit September 2013 die Sanierung des historischen Kirchturms auf dem katholischen Friedhof ermöglicht und unterstützt haben, sollen sich vom Gelingen des Werkes überzeugen können. Die Feier findet am Mittwoch, 25. März, ab 15 Uhr am Kirchturm statt.

Quasi als letzte Arbeiten sind nun die Glastür vor dem Portal der Kapelle und das künstlerisch gestaltete Westfenster eingebaut worden. Die Glastür schützt einerseits die Kapelle und das darin befindliche historische Sakramentshaus aus der Zeit um 1500 und gewährt andererseits Einblick in die Kapelle bei geöffneter Holztür. Feuchtigkeitsschäden am Turmsockel und am Turmgemäuer sowie im Innenraum im Kapellchen gefährdeten zunehmend die historisch wertvolle Substanz und hatten die Instandsetzung erforderlich gemacht .

Das Glasfenster hat der Mettmanner Künstler Felix Droese entworfen und in Zusammenarbeit mit der Firma Glaskunst Hein Derix in Kevelaer gefertigt. Die von Felix Droese verwendeten Motive stellen mit Bischofsmütze und Bischofsstab sowie der Bibel mit drei runden goldenen Kugeln und Wellen am unteren Rand die Verbindung zu den zwei bekanntesten Wundern des heiligen Nikolaus her.

Die Wellen verweisen auf die Rettung eines Schiffs aus Seenot durch den Heiligen - seitdem ist der heilige Nikolaus der Schutzpatron der Seefahrer. Die abgebildeten drei goldenen Kugeln symbolisieren das Geschenk von Nikolaus, der davon gehört hatte, dass ein verarmter Vater seine jungfräulichen Töchter in die Prostitution treiben wollte, weil er sie mangels eigenem Vermögens nicht verheiraten konnte. Nikolaus warf an drei aufeinanderfolgenden Nächten je einen Goldklumpen durch die Fenster in ihre Gemächer und bewahrte sie so vor der Schande. Ergänzt werden die Symbole durch ein überlagerndes Christogramm, das überkreuzt geschriebene XP (Foto).

145 000 Euro waren für die Sanierung des Alten Kirchturms veranschlagt. Das Budget und auch der Zeitplan konnten eingehalten werden. Eckhard Uhlenberg, Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung, wird ein Grußwort bei der Feier sprechen. "Es ist vorgesehen, dass zu diesem Anlass eine Dokumentation zur Geschichte des Alten Nikolausturms und der ihn umgebenden Welschenmauer sowie zu den Details der nunmehr abgeschlossenen Sanierung vorliegt", kündigte Norbert Julius, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft, an. Herausgeber des Heftes ist Professor Dr. Jürgen Brand aus Gruiten.

Schon seit dem Martinstag 2014 wird der restaurierte Nikolausturm in den dunklen Abendstunden und den frühen Morgenstunden angestrahlt. Hierdurch ist er noch mehr zu dem das historische Dorf Gruiten prägenden Bauwerk geworden. Aus der Bevölkerung gab es viele positive Reaktionen zu dieser Hervorhebung des historischen Kirchturms oberhalb des Dorfes. Der romanische Turm der ehemaligen Nikolauskirche auf dem katholischen Friedhof ist das älteste erhaltene Bauwerk im Stadtgebiet Haan. Aufgrund seiner bau- und kunsthistorischen Bedeutung hat die Stadt Haan den Kirchturm und die ihn umgebende Welschenmauer schon vor Jahrzehnten unter Denkmalschutz gestellt.

Quelle: RP
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