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Hilden
Die Erdbeer-Saison hat begonnen

Hilden: Die Erdbeer-Saison hat begonnen
Bei Robert Bossmann läuft die Erdbeerernte seit Ende April/Anfang Mai. Die Preise können wechseln. FOTO: Ralph matzerath
Hilden.  Während andere Erdbeerbauern im Land darüber klagen, der Frost im Frühjahr haben ihnen großen Schaden hinzugefügt, bleiben Bauern im Kreis gelassen. In Baumberg wachsen die Sorten Clery (süß) und Lambada (supersüß). Von Sabine Schmitt

Der Traktor ist unterwegs am Feld in Baumberg. Er bringt das Stroh, mit dem die Erntehelfer den Boden um die Pflanzen herum und die kleinen Wege zwischen den Erdbeerpflanzen bedecken. Soll das die Pflanzen warm halten? Erdbeerbauer Robert Bossmann schmunzelt. "Nee", sagt er. "Das ist dafür da, dass bei Regen kein Matsch auf die Erdbeeren spritzt und es weniger staubt." Warm hält die Erdbeeren in eisigen Nächten etwas anderes. Wenn der Frost kommt, greift der Erdbeerbauer zum Wasser und sprenkelt seine Erdbeeren. Dann entsteht ein Eispanzer. "Der schützt Blüten und Früchte."

Die letzte Nacht mit um die Null Grad, in der das nötig war. Die ist noch gar nicht so lange her. Anfang Mai sei das gewesen, sagt Bossmann. Und wie war er sonst so, der Start in die Erdbeersaison 2017? Während andere Erdbeerbauern im Land darüber klagen, der Frost im Frühjahr haben ihnen großen Schaden hinzugefügt, bleibt Bossmann gelassen und relativiert. So schlimm sei es nicht gewesen. Heißt das, es gibt 2017 eine riesige Monheimer Erdbeer-Ernte?

Nicht unbedingt. Der Grund dafür, der liege im Oktober 2016, sagt Bossmann. Er habe den Großteil seiner Pflanzen im Juni 2016 gesetzt - und vier Monate später, im Oktober entscheide sich immer schon, wie viele Blüten die Pflanzen im Folgejahr bekommen. Und der letzte Oktober, der soll aus Erdbeer-Sicht nicht so gut gewesen sein, kurz gesagt: zu dunkel, zu trocken. Und trotzdem: Auf den Erdbeerfeldern in Baumberg tut sich einiges. Erntestart war Ende April, damit liege man im Durchschnitt.

Etwa 20 Erntehelfer sind derzeit bei Bauer Bossmann im Einsatz. Sie pflücken die Früchte der Früh-Sorten Clery (süß) und Lambada (supersüß). Im Laufe der Saison könnten dann bis zu 40 Erntehelfer gebraucht werden, sagt der Baumberger Bauer. Bewirtschaftet werden muss bei ihm eine Fläche, die ist etwa so groß wie 16 Fußballfelder. Zum Teil wachsen die Pflanzen in einem Folientunnel, in dem die Sonne schnell die Temperaturen steigen lässt, zum Teil auf freiem Feld. 16 Fußballfelder mit Erdbeerpflanzen bei Bossmann, das ist auch etwas weniger als in den Jahren zuvor. Im Baumberger Osten zum Beispiel gibt es jetzt ein Neubaugebiet statt Erdbeerpflanzen.

Zu kaufen gibt es die roten Früchte aus Monheim dann vor allem in den etwa 30 Erdbeerhütten, von denen auch viele in der Region stehen.

Wer selbst pflücken möchte, kann direkt nach Baumberg kommen. Die Wolfhagener Straße führt ins Feld. Dann steht rechts ein Erdbeer-Schild mit Pfeil, der den Weg zur Selbstpflücker-Stelle weist.

Quelle: RP
 
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