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Hilden
Die Gründe für 100 Meter Einbahnstraße

Hilden. Baustellen führen derzeit zu vielen Behinderungen - beispielsweise An der Gabelung und an der Heiligenstraße. Von Christoph Schmidt

In der Stadt wird an vielen Stellen gebaut. Das führt zu Einschränkungen, Behinderungen und Verkehrsregelungen, die manche nicht nachvollziehen können. So wie Rainer Kalbe. Warum fahren einige Linienbusse der Rheinbahn an der Hochdahler Straße/Gabelung einen Umweg? Warum dauert es so lange, bis die neue Haltestelle vor dem Jacobushof fertig wird? Und warum werden die letzten Meter des Gehwegs offensichtlich einfach nicht fertig? Für den Hildener einen "unsinnige und gedankenlose Planung".

Ist es nicht, widerspricht Tiefbauamtsleiter Harald Mittmann. Der Bürgersteig vor dem neuen Jacobushof und dem neuen Gemeindezentrum St. Jacobus habe deshalb auf sich warten lassen, weil dort zuvor umfangreich Leitungen verlegt werden mussten. Die dortige Haltestelle sei deshalb an die Gabelung verlegt worden: "Das funktioniert gut." Deshalb fahren einige Buslinien über die Walder Straße am Krankenhaus vorbei und wieder zurück zur Gabelung. Der Bürgersteig vor dem Gemeindezentrum sei noch nicht fertig, weil dieser Platz für die Lagerung von Material gebraucht werde. In der Einmündung Mittelstraße/Hochdahler Straße müsse das Pflaster neu verlegt werden. Mittmann: "Es macht keinen Sinn, erst den Bürgersteig neu zu machen und ihn dann als Materiallagerplatz zu nutzen." Wenn alles klappt, seien die Arbeiten dort Ende Juni abgeschlossen. Auch die Verkehrsregelung an den Kreuzungen Südstraße/Heiligenstraße/Kolpingstraße kann Kalbe nicht nachvollziehen. Der Neubau an der Ecke Südstraße/Heiligenstraße sei doch längst fertiggestellt: "Im Rathaus bekam ich die Erklärung, das hänge mit der Baustelle Kronengarten/Kastanienhof zusammen. Das verstehe, wer will." Das ist in der Tat so, erläutert Alexander Smeets, Sachgebietsleiter Straßenbau. Der gesamte Lieferverkehr für die Geschäfte am Kronengarten muss aktuell über die Heiligenstraße abfließen. Die Baustelle Kastanienhof wird noch für einige Zeit für einen Engpass sorgen. Deshalb sei eine Einbahnstraßenregelung eingerichtet worden. Sie beinhaltet auch, dass Autofahrer nach dem Verlassen des Parkhauses Südstraße nicht mehr nach links in die Heiligenstraße und dann rechts in die Kolpingstraße Richtung Polizeiwache fahren können. "Wir hatten schon jede Menge Querelen auf dem kurzen Stück zwischen Südstraße und Kolpingstraße", berichtet Smeets: "Da steht dann der 30-Tonner, der nicht zurücksetzen kann, dem Autofahrer gegenüber, der nicht zurücksetzen will." Deshalb kann aus der Südstraße an der Einmündung Heiligenstraße aktuell nur nach rechts abgebogen werden. Andernfalls hätten zudem auch alle Parkplätze zwischen Kolping- und Südstraße wegfallen müssen, um überhaupt Begegnungsverkehr zu ermöglichen. Dann wären viele Anwohner auf dem Baum gewesen, ist sich Smeets sicher. Wenn der Kastanienhof fertig ist, werde die alte Verkehrsregelung wieder in Kraft gesetzt, verspricht der Verkehrsplaner.

Quelle: RP
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