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Hilden
Die Kunst lockt in Hilden auf den Markt

Hilden: Die Kunst lockt in Hilden auf den Markt
Bildhauer Thorsten Sieber aus Geste arbeitet hier an einer Sandsteinbüste. FOTO: Staschik, Olaf (ola)
Hilden. Stadtmarketing zufrieden: Gemälde, Künstler bei der Arbeit und viele Bücher sind einmal mehr ein Publikumsmagnet. Von Dominique Schroller

Ein Weg schlängelt sich zwischen den Feldern entlang, Mohnblumen säumen den Pfad. Wie ein bunter Teppich breitet sich die Blumenwiese vor den Augen des Betrachters aus. Die Bilder von Maria Köhler haben eine eindrucksvolle Tiefe und wirken fast lebendig. Gemalt sind sie mit Wolle. "Auf der Suche nach etwas Neuem habe ich die Technik entwickelt. In mehreren Schichten bauen die verschiedenen Fasern aufeinander auf", erklärt die Künstlerin. Sie ist aus Lindau angereist, um ihre Werke auf dem Hildener Kunst- und Büchermarkt auszustellen. "Vor einigen Jahren war ich schon einmal hier und das Ambiente gefällt mir sehr gut."

Die rund 150 weißen Zelte entlang der Mittelstraße und Richtung Warrington-Platz haben zahlreiche Besucher in die Innenstadt gelockt. "Wir haben ein Plakat gesehen und sind spontan hierhergekommen. Die Malerei interessiert uns besonders und wenn uns etwas gefällt, nehmen wir es mit", sagt Ilona Blanke. Sie ist zum ersten Mal in Hilden. "Es ist eine schöne Stadt. Die Häuser mit den bergischen Schieferfassaden sind sehr schön. Allein dafür hat sich der Besuch hier schon gelohnt."

Zufrieden gönnt sich Volker Hillebrand vom Stadtmarketing im Organisationsbüro einen Kaffee. "Der Markt läuft sehr gut und die Kundenfrequenz ist hoch. Zusammen mit dem Büchermarkt ist die gesamte Stadt belebt." Einige Gäste seien sogar zweieinhalb Stunden mit der Bahn angereist, betont Organisator Anton Sawadski. "Das ist ein großes Kompliment für uns." Bei den Ausstellern ist die Veranstaltung ebenfalls sehr beliebt. "Sie kommen aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland. Wir haben beispielsweise welche aus Tschechien und den Niederlanden hier", berichtet Anton Sawadski. Der Fokus auf den Künstlern mache den Markt so anziehend, ergänzt Volker Hillebrand. "Eine dreiköpfige Jury hat aus den Bewerbungen alle Aussteller ausgewählt. Wir haben bewusst auch keine Kunsthandwerker dabei."

Michael de Clerque hat ein Faible für alte Eisenbahnaufnahmen. Damit ist der Hildener nicht alleine. Da dauert es nicht lange und schon hat das Fachsimpeln mit einem anderen Liebhaber begonnen. FOTO: Olaf Staschik

Pinsel und Farbe sind die Passion von Larissa Koschel. Sie malt jedoch nicht nur auf Leinwand, ihre Blumen und Ornamente zieren auch die Körper ihrer Kunden und sogar deren Schuhe. "Auf einem Familienfest hat mich ein Paar darauf angesprochen und mich auf die Idee gebracht. Die verschiedenen Flächen bieten zahllose Möglichkeiten für eine individuelle Gestaltung."

Einen ganz genauen Plan von ihren Sommerferien hat Jennifer und bringt ihn mit Pinsel und viel Farbe im Malgarten für Kinder zu Papier. "Wir fahren bald ans Meer und ich weiß, dass es Sand-, Gras- und Kieselstrand gibt. Da wachsen auch Palmen und im Meer schwimmt ein Frosch", erklärt die Achtjährige ihr Gemälde. Das soll anschließend Mamas Wand schmücken. "Meine ist schon voll mit Künstlereien."

Ein Platzproblem hat auch Petra Wroblewski. "Doch auch wenn ich nichts kaufen kann, muss ich immer schauen", betont die Hildenerin. "Die Bilder und die Atmosphäre mag ich sehr. Da ich hier wohne, nehme ich alles wahr, was hier im Ort passiert, denn es ist immer spannend."

Quelle: RP
 
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