| 17.18 Uhr

Haan
Die Pumpstation im Blick

Düsseldorf. Der Förderverein hat will weiterhin das Industriedenkmal oder einen Teil davon erwerben. Momentan werden Finanzfragen geklärt. Der Mettmanner Bauverein als Eigentümer hält den Haanern die Tür weiterhin offen. Von Ralf Geraedts

Der Förderverein Historische Pumpstation Haan hat den Mettmanner Bauverein angeschrieben und sein weiter vorhandenes Intesse am Erwerb des Industriedenkmals an der Düsseldorfer Straße bekräftigt. Eine klare Entscheidung zum Kauf sei noch nicht getroffen worden, sagte Manfred Kupke, Vorstandsmitglied des Fördervereins, gestern im Gespräch mit der Rheinischen Post.

Zeit über den Stichtag hinaus

Horst Masanek, Vorstandschef des Bauvereins, erklärte gestern, Stichtag für eine Entscheidung sei der 29. Februar gewesen. Ein klarer Beschluss stehe aber noch aus. „Wir sind weiter gesprächsbereit“, hielt Masanek die Tür für den Förderverein weiter offen. In den nächsten Tagen müsse die aktuelle Situation mit einem Partner intern noch abgestimmt werden. „Wir müssen jetzt langsam disponieren“, stellte Masanek fest. Allerdings: „Das Ganze kann nicht von ein paar Wochen abhängen. Wir werden uns in den nächsten Tagen mit dem Verein unterhalten müssen.“

Ob der Förderverein fünf oder acht Gebäudeachsen erwerben kann, sei „ein Ergebnis, zu dem man noch kommen muss“, merkte Masanek an. Aktuell liegt die Option für fünf Achsen auf dem Tisch. „Wir sind da völlig frei“, fügte der MBV-Geschäftsführer hinzu. „und passen uns an in Abhängigkeit davon, was der Verein finanzieren kann.“   Über einen genauen Kaufpreis ist noch nicht verhandelt worden, erklärten beide Seiten. Öffentlich bekannt ist eine Offerte von Anfang 2007. Damals hatte der MBV einen Preis von 650 000 Euro für das gesamte Objekt genannt. Ob diese Summe mit Blick auf einen kleineren Gebäudeteil reduziert wurde, ließen beide Seiten offen.

Komplett-Erwerb ist denkbar

Der Förderverein hat Unternehmen angeschrieben, über sein Vorhaben informiert und um ein finanzielles Engagement gebeten. Dazu sind Kontakte zu Ministerien und Stiftungen aus dem Bereich Denkmalschutz geknüpft worden. „Alle Förderinstitutionen empfehlen, das Haus insgesamt zu erwerben“, sagte Manfred Kupke. „Das wäre schon praktischer und würde die Möglichkeit bieten, zum Beispiel auch städtische Einrichtungen aufzunehmen.“

In den nächsten zwei bis drei Wochen will der Fördervereinsvorstand mit denkbaren Investoren sprechen. Im zweiten Quartal werde man „ziemlich genau wissen, wo wir Mittel herbekommen und wo nicht“, erläuterte Kupke. Das sei dem Bauverein auch so mitgeteilt worden. KOMMENTAR

Quelle: RP
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