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Hilden
Die Ruhe vor dem Weihnachtsgewühl

Hilden: Die Ruhe vor dem Weihnachtsgewühl
Brigitte Gelleszun (links) und Rita Alipas bestücken den Stand des Vereins "Gemeinsam leben lernen" mit den selbstgebastelten Weihnachtskarten. FOTO: Olaf Staschik
Hilden. Die ersten Schritte über den heute um 13 Uhr startenden Weihnachtsmarkt offenbaren: Es gibt noch einiges zu tun. An vielen Ecken wird geschmückt und vorbereitet - für drei Tage Heimatgefühl. Von Eike Hövermann

Die 47 auf dem Weihnachtsmarkt (neben 52 gewerblichen Händlern) vertretenen Vereine spiegeln das Leben der Stadt wider, vereinen Interessen von Hunderten - und so kennt man sich und trifft sich zu Plausch und Glühwein.

Rita Alipas und Brigitte Gelleszun vom Verein "Gemeinsam leben lernen" haben sich gut vorbereitet: Ein kleiner Heizlüfter und eine Thermoskanne Tee bringen Wärme in ihre noch bescheidene Hütte ganz am Anfang der Mittelstraße. Kartons und Tüten voller Dekoration stehen bereit: Lichterketten, Stoffe, Blattwerk und Zweige formen das Umfeld, wenn ab heute selbst gemachte Karten für den guten Zweck zum Verkauf stehen.

"Jede Karte ist individuell gestaltet", erzählt Alipas. Der Verein setzt sich für die Inklusion von Menschen mit Behinderung ein. "Letztes Jahr konnten wir 1200 Euro spenden", erinnert sich Gelleszun. Auch in diesem Jahr soll viel zusammenkommen. "Das Geld geht an eine Jugendgruppe der Werkstatt für angepasste Arbeit, die können das gut gebrauchen." Während die Damen erzählen, machen sich Maja und Detlef Fels an der Hütte zu schaffen. "Der Stand steht leicht schief", sieht Detlef Fels mit geschultem Auge. Die beiden ehrenamtlichen Mitarbeiter vom Verein "Event Sicherung" helfen wo sie können, halten nachts Wache. "Wir wechseln uns mit sechs weiteren Ehrenamtlichen ab", sagt Maja Fels und freut sich darauf, dass es endlich los geht. "Man kann beobachten, wie der Markt immer schöner wird."

Schräg gegenüber hat sich der Verein "Herzlauf" aufgestellt. Noch sind die Klappen zu, aber "ab heute bieten wir Likör, Waffeln und echten Winzerglühwein an", verspricht Vorstandsvorsitzender Carsten Naujoks. Zum Spendenevent lädt er für Samstagabend: "Dann übergeben wir einen Scheck an das Kinderhospiz Regenbogenland in Düsseldorf." Wie viel es sein wird, will Naujoks noch nicht verraten, verspricht aber "eine schöne Summe".

Weiter die Mittelstraße hoch, an der Commerzbank vorbei, steht, mit dem Akkuschrauber bewaffnet, Manfred Linke. Wenn er fertig ist, hängen an den Haken nicht nur Lichterketten, sondern auch die gesammelte Strick- und Bastelwerke seiner Frau Ingrid und ihren Bastelfreundinnen. Schals, Mützen, kleine Püppchen - "alles Handarbeit", sagt Linke. Was er damit einnehmen wird? "Wir sind froh, wenn wir den Einsatz wieder reinbekommen."

Gleich nebenan stehen die St. Sebastianus-Schützen vor ihrem alten Fischwagen - ihr Tagwerk ist vollbracht, die Deko hängt. "Die Feinheiten machen wir morgen früh", verrät Vorstandsmitglied Wolfgang Erkelenz. Das Ziel für drei Tage Weihnachtsmarkt: den Verein präsentieren, nette und interessante Gespräche führen und "mit mindestens plus-minus-null rauskommen". Dafür sollen Waffeln, Glühwein und Leberkäse sorgen.

Quelle: RP
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