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Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt
Die Sache mit der Einheit

Hilden. Am Dienstag war Feiertag: Tag der Deutschen Einheit. Sie ist uns West- und Ostdeutschen 1990 von der Geschichte geschenkt worden. Denn seien wir ehrlich: Niemand hatte mehr so richtig daran geglaubt, die stets beschworene Wiedervereinigung Deutschlands tatsächlich auch noch zu erleben. Wie gehen wir mit diesem Geschenk um? Das Fernsehen überträgt pflichtschuldig die zentrale Einheitsfeier in Mainz - das war's.

Nationalfeiertage sind bei unseren Nachbarn in Großbritannien, Frankreich oder den Niederlanden Volksfeste und sehen ganz anders aus. Viele Rheinländer machen den Eindruck, als ob sie vor dem Tag der Deutschen Einheit regelrecht flüchten. Sie nehmen den Brückentag frei und fahren über die Grenze nach Holland. Die CDU ist die einzige Partei in Hilden, die seit vielen Jahren mit einer Feierstunde der wiedergewonnenen Deutschen Einheit gedenkt.

Die Christdemokraten laden Gastredner ein, die deutsch-deutsche Geschichte tatsächlich am eigenen Leib erlebt und deshalb auch etwas zu erzählen haben. Viele Westdeutsche kennen sich in Asien, Afrika und Amerika bestens aus, sind aber noch nie in den neuen Bundesländern gewesen. Obwohl das seit 27 Jahren so einfach ist. Ist das nicht seltsam? Warum fällt uns das nicht auf?

Quelle: RP
 
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