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Auf Ein Wort Ulrike Peters
Die Sehnsucht nach dem Leben in Fülle

Hilden. Schon sechs Wochen ist es alt, das Jahr 2018. Wie haben Sie es angefangen? Gute Vorsätze gefasst? Oder ganz bewusst darauf verzichtet, das zu tun? Jedes Jahr aufs Neue werden wir durch Schwellentage wie Geburtstag oder Jahreswechsel dazu motiviert, Vorsätze zu fassen, was wir ab sofort tun oder lassen, anders machen wollen. Und immer wieder aufs Neue macht manch einer die Erfahrung, dass es nicht wirklich klappen will mit der Umsetzung - aus welchen Gründen auch immer.

Aber was steckt hinter all diesen guten Vorsätzen? Ist es das Streben nach mehr Lebensqualität, die Sehnsucht nach Freude, Gesundheit, Vitalität, Erfolg, sich angenommen und geliebt fühlen dürfen? Zusammengefasst: nach dem Leben in Fülle? Jeder trägt doch in sich die Sehnsucht danach. Im Psalm 16 können wir lesen: "Behüte mich, Gott, denn ich vertraue dir. Du zeigst mir den Pfad zum Leben. Vor deinem Angesicht herrscht Freude in Fülle, zu deiner Rechten Wonne für alle Zeit." Vor Gottes Angesicht, in seiner Gegenwart zu leben ist das, was Christen sich für ihr Leben nach dem Tod erhoffen. Einen kleinen Vorgeschmack können viele Menschen in den nächsten Tagen bekommen: wenn vielerorts ausgelassen Karneval gefeiert wird, bedeutet das für sie eine Zeit, in der zumindest stundenweise der Alltag vergessen werden kann und unbeschwert gefeiert, getanzt und gelacht werden kann. Sicher: es gibt auch die anderen, die mit dem närrischen Treiben im von Weiberfastnacht bis Veilchendienstag zeitlich begrenzten Ausnahmezustand so gar nichts anfangen können. Sie lassen das Ganze unbeteiligt und unbeeindruckt an sich vorbeiziehen. Andere nutzen die Tage und entfliehen zu einem Kurzurlaub oder halten sich anders ganz bewusst von karnevalistischen Aktivitäten fern. Für sie gibt es wahrscheinlich andere Gelegenheiten, ins Leben einzutauchen, es zu umarmen und es auszukosten mit allen Sinnen.

Egal zu welcher der "Fraktionen" Sie gehören: sich in den nächsten Tagen mal wieder richtig lebendig fühlen und Freude erleben können, das wünsche ich Ihnen. Egal wo und wie das für sie ganz konkret aussieht. Vielleicht sogar "positiv verrückt" mittendrin im Karneval.

DIE AUTORIN IST GEMEINDEREFERENTIN DER KATHOLISCHEN PFARRGEMEINDEN ST. CHRYSANTHUS UND DARIA HAAN UND ST. JACOBUS HILDEN

Quelle: RP
 
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