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Leserforum Müll
"Die Stadt Hilden ist ein schlechtes Vorbild"

Hilden. Verärgerung über das Ordnungsamt mischt sich mit Empörung: Hildener sind unzufrieden mit der Sauberkeit.

Hilden (gök) Thomas Bernhardt hatte das Ordnungsamt angeschrieben mit der Frage, ob sich nicht etwas gegen zwei Hundehalterinnen machen lasse, die er identifizierbar fotografiert hatte, nachdem sie die Haufen ihrer Hunde nicht entfernt hatten. Antwort laut Bernhardt: Der Aufwand, die Frauen zu ermitteln, sei höher als das Bußgeld von 25 Euro, das verhängt werden könne. "Welcher Aufwand", fragt sich Bernhardt seitdem. "Die Mitarbeiter sind Angestellte der Stadt." Eine Erhöhung des Bußgeldes wäre Sache der lokalen Politik.

Dr. Hermann Neumann: "Die Lage ist in den vergangenen Jahren "beschissener" geworden. Die Anzahl der Hunde auf dem ehemaligen Segelflugplatz ist deutlich gestiegen - der Platz, bzw. der Korridor darauf ist inzwischen eine reine Hundewiese. Mit Kindern kann man da keinesfalls mehr hin! Es ist fast unmöglich heil und ohne Hundekot an den Schuhen um den Platz herum zu kommen. Der Parkplatz am Haaner Zugang zum Platz ist beständig gut besucht, zur Hälfte mit Autos aus D, W und SG (da läuft ggfs. eine Ermittlung der Halter per DNA auch ins Leere, weil die ja nicht in der Hildener-Hunde-Datenbank wären!). Ich habe kaum noch Hoffnung, dass sich hier etwas bessert, da sich die Städte, bzw. die Stadträte des Themas nicht annehmen wollen. Denn die Hundelobby ist stark."

Werner Roth: "Die Stadt Hilden ist ein schlechtes Vorbild. Warum werden wir Bürger ständig aufgerufen, Missstände zu melden? Die Stadt bezahlt etwa 800 Mitarbeiter, die sich alle mit ihrem Arbeitgeber austauschen könnten. Die vielen Müllwerker und Mitarbeiter des Grünflächenamtes, der Friedhofsverwaltung und des Gebäudemanagements - sie alle könnten mit offenen Augen Missstände wahrnehmen und zuständigen Stellen melden. Nichts passiert, und noch viel schlimmer: tatsächlich sind es die öffentlichen Grundstücke, die kaum gepflegt werden - ob Baumscheiben, Wegränder, Unterführungen. Wie aber geht die Stadt mit privaten Anliegern um, wenn sie ihrer Kehrpflicht nicht nachkommen? Wenn unsere Verwaltung ihre Aufgaben wirklich verantwortungsvoll ausführt, dann erübrigt sich eine Diskussion im politischen Raum."

Quelle: RP
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