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Rp-Serie Meine Ausbildung (9)
Dieser Arbeitsplatz wartet auf Dich

Hilden. "Kopfarbeit - der Friseur" sucht Azubis, die Kreativität, Handwerk und Menschennähe verbinden. Das ist Deine Chance! Von Dirk Neubauer

Haan Mit seiner Begeisterung steckt Frank Richter, 58, jeden an, der ihm zuhört: "Wir kommen den Menschen so nah wie kein anderer Handwerker - und zwar so nahe an das Wertvollste, was sie haben: die Haare." Mehrfach schon bekam der Coiffeur Auszeichnungen für seine Ausbildungsarbeit; natürlich sind ihm Formalien wichtig, vor allem aber muss der Funke für die Frisur überspringen. Bei Martin Meinders hat das so gut geklappt, dass er die Gelegenheit beim Schopfe ergriff: Azubi im ersten Lehrjahr mit 25? Was sagen denn da die Freunde und Bekannten? "Die sind richtig neidisch auf mich, weil sie sehen, wie gut es mir hier geht", sagt Meinders. Schon nach wenigen Wochen gehört er voll zum neunköpfigen Team von "Kopfarbeit - der Friseur".

Wer wird gesucht? Kreative Menschen mit Lust auf Form und Farbe. Wer sich bei ihm für einen Ausbildungsplatz bewirbt, muss einen selbst entwickelten Fragebogen mit 20 Fragen ausfüllen; fünf zu den Grundrechenarten, denn es geht im Friseuralltag oft um das richtige Mengenverhältnis. Fünf Fragen drehen sich um das Allgemeinwissen. Dann aber folgen jeweils fünf Fragen zu Erdkunde und dem aktuellen Tagesgeschehen. Richter erahnt die Nachfrage: "Unsere Azubis müssen sich mit ihren Kundinnen kompetent unterhalten können - über Städte und Länder des Urlaubs ebenso wie über Themen des Tages." Mundfaule Schnippler haben keine Chance.

Was zeichnet den Salon "Kopfarbeit - der Friseur" aus? Um sich von anderen abzusetzen, legt der Friseur in dritter Generation Wert auf Typberatung und Qualitätsstandards: "Wir haben zu mehr als 90 Prozent Stammkunden, die unser Angebot kennen und schätzen." Bei der Kopfarbeit sind spezielle Salontechniken für Strähnen und Paintings entwickelt worden, die so nur dort gemacht werden.

Wie können sich Jugendliche bewerben? Alles beginnt mit dem ersten Gespräch - und mit dem Angebot, ein Praktikum absolvieren zu können. Neben der Lust zur Kopfarbeit sollte abgeklärt werden, ob es bei der zur Verschönerung des Haupthaars eingesetzten Chemie Stoffe gibt, auf die der angehende Azubi allergisch reagiert. Ansonsten gelten die Klassiker jeder Bewerbung: stimmige Bewerbungsmappe, Pünktlichkeit und ein aktives Bewerbungsgespräch.

Wie wird der Jugendliche eingearbeitet? Ein falscher Schnitt - und die Frisur ist ruiniert. Dennoch braucht ein Friseur-Azubi Praxis. Die wird zum Beispiel anhand von Kunstköpfen vermittelt, auf denen anfangs ganz langes, echtes Haar in Facon gebracht wird. Der nächste Schritt ist oft, dass sich Freunde, Familienangehörige und Bekannte als lebende Versuchsobjekte zur Verfügung stellen. "Zu unserem Team gehören drei fertige Friseurmeisterinnen, die das Handwerk vermitteln können", sagt Frank Richter.

Wie wird der Jugendliche unterstützt? "Wir arbeiten mit einem Hersteller von Haarfarben und Tönungen eng zusammen. In dessen Düsseldorfer Studio sind wir oft, um den Umgang mit neuen Produkten zu erlernen oder die neusten Schnitte vorgestellt zu bekommen", sagt Richter.

Wie ist das Betriebsklima? "Die gute Laune gehört einfach dazu, um hier eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kunden wohl fühlen", sagt Azubi Martin Meinders. Ihm gefällt, dass er von Anfang an so behandelt wurde, als gehörte er schon seit Jahren dazu.

Wie sind die Chancen auf eine Übernahme? Kopfarbeit - der Friseur bildet für den eigenen Bedarf aus - also: hoch!

Quelle: RP
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