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Hilden
Dinges-Eis wird noch von Hand gemacht

Hilden: Dinges-Eis wird noch von Hand gemacht
Seit 15 Jahren führt Heike Michel mit ihrem Mann Ralf die Geschäfte der Dinges-Eisdielen. Unter den Eissorten finden sich auch vegane. FOTO: Ralph Matzerath
Hilden. 1977 hat Gerd Dinges in Hilden seine erste Eisdiele eröffnet. 2001 übernahmen Ralf und Heike Michel die Läden - und mit ihnen die Rezepte. Von Ilka Platzek

Heike Michel steht hinterm Eis-Tresen im Laden an der Walder Straße und wartet auf Kundschaft. Sie hat die Wahl zwischen aktuell 24 Eissorten: "Eigentlich haben wir aber mehr als 60. Ich verliere schon selbst den Überblick", gesteht die Geschäftsfrau. Zumindest weiß Heike Michel, welche neuen Sorten sie im Angebot hat: "Griechischer Joghurt und grüne Apfelringe. Kommt beides gut an." Besonders beliebt bei den Kunden ist seit Jahrzehnten "Spaghetti-Eis". Eine Frau bestellt es gerade. Zehn verschiedene Varianten davon bietet Dinges an. Der Kundenwunsch ist den Eisverkäufern Befehl. Für den Sohn der Kundin gibt es einen Kinderbecher für 2,90 Euro. - "Möchtest du Streusel drauf?" Klar will er. "Bunte Streusel sind umsonst", sagt Michel.

1977 eröffnete Gerd Dinges, ein gelernter Kaufmann aus Essen, seine erste Eisdiele an der Hochdahler Straße. Später kam noch die "Eiskiste", ebenfalls an der Hochdahler Straße, dazu. 2001 zog sich der Mann aus dem Geschäft zurück und verkaufte Läden und Rezepte (zumindest für die alten Sorten) an die Michels. 2013 hat Ralf Michel, der gelernte Konditor, dann auch noch die Eisdiele an der Walder Straße eröffnet. Anfangs bot das Ehepaar neben Eis auch noch Kuchen an. Inzwischen gibt es zusätzlich nur noch Waffeln "und leckere Kaffeesorten", betont Heike Michel; Espresso, Cappuccino und Milchkaffee mit ordentlich Schaum.

Was aber in erster Linie die Kunden anlockt, ist das Eis. Bei 60 Sorten ist garantiert für jeden etwas dabei. Neben den üblichen Sorten gibt es auch viel Exotisches: Milchreis, Drachenfrucht, Granatapfel, gebrannte Mandeln und, und, und. Über die Rezeptur wird natürlich Stillschweigen bewahrt, aber so viel verrät Heike Michel schon: "Bei uns wird noch alles von Hand gemacht, wie vor 40 Jahren. Die Grundmasse ist kein Fertigprodukt und die Zutaten sind alle frisch. Wir nehmen echte Nüsse und frisches Obst der Saison." Viele Sorten sind sogar vegan, "ohne Fett und Ei, anders als bei den Italienern". Eine Kundin betritt das Eiscafé und ordert ein Hörnchen der Sorte Espresso. "Ich habe lange in Hilden gewohnt und kenne das noch von früher. Wenn ich auf dem Weg nach Solingen hier vorbeikomme, nehme ich immer eine Kugel auf den Weg mit."

90 Cent kostet sie 2016. "Andere nehmen schon einen Euro", weiß Michel. Der Mindestlohn sei Schuld. 20 Minijobber beschäftigt "Dinges" in Spitzenzeiten. Beschwerden über die Preiserhöhung hat sie noch nicht gehört . 2017 wird 40-jähriges Bestehen gefeiert.

Quelle: RP
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