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Hilden
Dozenten sind stolz auf kreative Schüler

Hilden: Dozenten sind stolz auf kreative Schüler
Sie werben für die Kukuk-Ausstellung: Michaela Fröhling (vorn), dahinter (von links) Hildegard Skirde, Henriette Astor und Friedel Warhus. FOTO: Staschik
Hilden. Von heute bis Samstag sind in der Galerie im Bürgerhaus die Jahresergebnisse aus den verschiedensten Kursen der Kinderkunstschule Kukuk zu sehen. Schon jetzt werden Anmeldungen für die nächsten Workshops angenommen. Von Eike Hövermann

Große Bilder, kleine Skulpturen, Einzel- und Gemeinschaftswerke, bunt gemalt, kreativ gebastelt und geklebt - so lässt sich die Jahresausstellung der Kinder- und Jugendkunstschule KuKuK, die noch bis Samstag im Bürgerhaus, Mittelstraße 40, zu sehen ist, beschreiben.

Rund 120 Bilder und Objekte junger Künstler von drei bis dreizehn Jahren werden gezeigt. Kulturamtsleiterin Monika Doerr ist froh über die rege Teilnahme am Kunstprogramm in den letzten Jahren. "2010 hatten wir 288 Teilnehmende, im letzten Jahr waren es schon 597. Das ist eine enorme Entwicklung." Die aber nicht möglich gewesen wäre, "ohne die Professionalität, die Motivation und den Ideenreichtum der Dozenten", lobt Doerr. Derzeit geben sechs Dozenten, die allesamt professionell arbeitende Kunstschaffende sind, Wochenkurse oder Tagesworkshops.

"Kultur und Kunst sollen Spaß machen", sagt Doerr und sieht darin auch den Grund für den Erfolg. Dicke Pinsel und freies Malen, Experimentieren mit Farben, Formen und Materialien. "Es geht auch darum, sich ausprobieren zu können", sagt Dozentin Michaela Fröhling. In der Schule fehle dafür leider oft die Zeit.

Sie ließ ihre kleinen Künstler mit bunten Kreiden experimentieren. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. "Das ist eine sensorisch-taktile Herangehensweise, bei der die Kinder auch einfach mal mit den Fingern über die Farben wischen dürfen. Und das macht natürlich Spaß", sagt Fröhling.

Auf einem riesigen Blatt Papier hat Dozentin Hildegard Skirde in einer Gemeinschaftsarbeit mit ihren Kurs-Teilnehmern einen großen Herbstbaum entstehen lassen. "Hier durfte jeder anders herangehen: Wir haben geklebt, gemalt und gedruckt." Friedel W. Warhus vom Haus Hildener Künstler nahm den Maler Miró als Vorbild und Inspirationsquelle für die Arbeiten in seinem Kurs. "Das sind Motive, die auch Kinder gut malen können", erklärt er - und sie sind auf den ersten Blick erkennbar.

Wichtig sind ihm auch weitere Anregungen für die jungen Künstler: Was gibt es über den Maler zu wissen, wie kam er zu seinem Malstil. "Manche Teilnehmer waren mit ihren Eltern schon mal im Museum, andere sind völlig unvorbelastet", auf jeden müsse man sich einstellen, sagt Warhus. Und so haben sie teilweise bei Null angefangen, sogar den Rahmen für die spätere Leinwand selbst gebaut und bespannt.

Künstlerin Henriette Astor nutzt eine narrative Herangehensweise: "Bei meinen Motiven zieht sich oft ein Thema durch verschiedene Arbeiten", sagt sie. In der aktuellen Ausstellung ist oft ein goldener Apfel versteckt.

Die KuKuK-Ausstellung öffnet Mittwoch und Freitag von 16 bis 18 Uhr, Donnerstag von 16 bis 19 Uhr und Samstag von 11 bis 15 Uhr. Es sind bereits Anmeldungen für kommende KuKuK-Veranstaltungen, etwa in den Sommerferien, möglich. Informationen im Kulturamt unter Tel. 02103 72237 oder per E-Mail kukuk@hilden.de.

Quelle: RP
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