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Hilden
Eigenheime sind ab Herbst zu haben

Hilden. Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft vermarktet sieben Reihenhäuser an der Lindenstraße. Von Christoph Schmidt

Ab Herbst will die städtischen Wohnungsbaugesellschaft Hilden sieben Reihenhäuser an der Lindenstraße auf den Markt bringen, sagt WGH-Geschäftsführer Andre von Kielpinski-Manteuffel: "Wir haben schon eine Vielzahl von Voranfragen und sind sicher, dass die Objekte Interessenten finden werden." Die Vorgeschichte des Projekts ist lang - und voller Stolpersteine. Bis zu 125 Wohnungen sollen nach und nach auf dem Gelände der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule entstehen.

Mehr als sieben Jahre hat die Politik über das größte kommunale Bauprojekt diskutiert und gestritten. Immer wieder gab es Probleme und Verzögerungen. Die alten Schulgebäude sollten längst abgerissen werden. 2015 nahm Deutschland innerhalb kürzester Zeit mehr als eine Millionen Flüchtlinge auf. Die alte Hauptschule wurde auf Bitte der Bezirksregierung zu einer Notunterkunft des Landes. Für Hilden ein Glücksfall: Sonst hätten die Schutzsuchenden auch in Hilden in Turnhallen unterkommen müssen.

Vor acht Monaten gab das Land die Schweitzer-Schule als Erstaufnahme wieder auf. Bürgermeisterin Birgit Alkenings hat den Abriss vertagt: "Wenn die Zuweisungen wieder steigen, ist die Schweitzer-Schule unser Notfall-Plan. Niemand kann absehen, wie sich die Flüchtlingszahlen entwickeln. Keiner würde verstehen, dass wir erst abreißen und ann möglicherweise Turnhallen mit Flüchtlingen belegen müssen." So lange die alte Schule noch steht, ist die geplante Bebauung des Areals blockiert - mit Ausnahme von sieben Reihenhäusern an der Lindenstraße.

Weil sich nicht genug Erwerber für eine preisgünstige Bauherrengemeinschaft fanden, hat die Stadt die Grundstücke der WGH im vergangenen Jahr übertragen. Sie soll die sieben Reihenhäuser errichten und dann verkaufen. Das ist einfacher gesagt als getan. Manteuffel musste bei Null anfangen und erst einen Architekten finden, der einen Entwurf lieferte. Und dann einen Generalunternehmer, der die Häuser für die WGH günstig errichtet. "Bis August würden wir gerne die Genehmigungsplanung beendet haben", sagt Manteuffel.

Danach kann die Vermarktung beginnen. Der Stadtrat hat festgelegt. wer die Reihenhäuser erwerben darf. Bewerben dürfen sich nur Hildener. Es gibt einen Kriterienkatalog mit einem Punktesystem. Der Preis der Grundstücke (130 bis 170 Quadratmeter) steht fest: 400 Euro/m2 verlangt der Stadtrat.

Quelle: RP
 
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