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Hilden
Ein bisschen Italien mitten in Hilden

Hilden: Ein bisschen Italien mitten in Hilden
Seit 2009 ist Gabriele Schifano Vorsitzender des deutsch-italienischen Kreises. Gerade ist an der Benrather Straße das Restaurant eröffnet worden. FOTO: Ola
Hilden. Der deutsch-italienische Kreis betreibt jetzt ein eigenes Restaurant an der Benrather Straße 35a. Von Ilka Platzek

In weihnachtlichem Glanz erstrahlt das neue Domizil des "Deutsch-italienischen Kreises Hilden" (C.I.T.H.) an der Benrather Straße: Weihnachtsdeko an den Fenstern, Lichtgirlanden und ein liebevoll geschmückter Christbaum sorgen für eine heimelige Atmosphäre. Die Tische sind gut besetzt und die Gäste lassen sich Pizza und Pasta für kleines Geld schmecken.

Erst seit dem 15. Dezember ist das neue Restaurant geöffnet: jeden Tag ab 17 Uhr - außer montags. Noch steht kein Name an der Tür, funktioniert das Telefon nicht und die Konzession für den Alkoholausschank liegt auch noch nicht vor: "Sie ist aber beantragt", versichert Gabriele Schifano(71), der erste Vorsitzende des C.I.T.H., des "Centro", wie er selbst den Verein nennt.

Schifano ist seit 2009 erster Vorsitzender. Der deutsch-italienische Kreis Hilden existiert allerdings schon viel länger: "Seit 1968/1970" schätzt der ehemalige Maurer, der seit 1997 in Hilden lebt, davor aber schon in Rheinand-Pfalz und in Langenfeld gearbeitet hat. Der C.I.T.H. wurde von italienischen Gastarbeitern in Hilden gegründet. Heute hat er knapp 60 Mitglieder. Sie zahlen 60 Euro Jahresbeitrag und bekommen dafür viel geboten: preiswertes Essen, Hilfe beim Beantragen von Rente oder Verfassen von anderen Behördenschreiben; ein Weihnachtsfest, ein Frühlings-Grillfest und einen Tagesauflug pro Jahr zum Beispiel zum Biggesee, nach Xanten, an die Mosel oder ähnliche Ziele. "In Hilden leben etwa 80 italienische Familien", sagt der Vereinsvorsitzende. Bewerbungen um die Mitgliedschaft gebe es genug, "auch von Deutschen", aber im Moment sei noch Aufnahmestopp, denn alles sei im Umbruch: "Bis Juni waren wir in den Räumen der ehemaligen Albert-Schweitzer Schule." Seitdem hat Schifano nach neuen, bezahlbaren Räumlichkeiten gesucht. "Wir haben erst mal nur einen Mietvertrag bis Mai 2016 abgeschlossen, weil wir gucken wollen, ob wir genug verdienen, um die Miete zahlen zu können."

Das neue Konzept sieht einen Restaurantbetrieb vor. Gekocht wird für jeden, nicht nur für Vereinsmitglieder. Die Preise sind derzeit sehr niedrig angesetzt. Pizza und Pasta kosten zwischen 3,50 und 6 Euro, kein Getränk ist teurer als 1,80 Euro. "Wir überlegen gerade, ob wir von Nicht-Mitgliedern mehr nehmen müssen und sprechen deshalb mit einem Steuerberater", erzählt Gabriele Schifano. Beim "Italiener" der besonderen Art bedienen und kochen Vereinsmitglieder ehrenamtlich. "Vielleicht stellen wir mal einen Koch ein - falls wir uns das leisten können."

Gabriele Schifano gehört übrigens zu den Bürgern, die kürzlich für ihr ehrenamtliches Engagement mit dem Ehrenamtspass der Stadt Hilden ausgezeichnet worden sind. Der "Centro" bringt mit Pizza, Pasta und guter Laune Leben ins Seniorenzentrum an der Hummelster Straße und veranstaltet ein Fest für Kindergartenkinder. Auch die vereinseigenen Feste sowie die Mitwirkung am europäischen Fest alle zwei Jahre auf dem Markt gehören zum Angebot und sind bei den Hildenern beliebt.

Quelle: RP
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