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SERIE Rekordverdächtig (5)
Ein Halb-Marathon im Kreisverkehr

Hilden. 120 Runden ist der Monheimer Stephan Klein schon in einem Kreisel am Rhein gelaufen er. Wagt er sich auch an die doppelte Rundenzahl? Der schräge Sportler sorgt mit seinen Aktionen für Aufsehen.. Von Sabine Schmitt

Es war im März, dass ein Monheimer für Aufsehen sorgte. Der Läufer Stephan Klein (56) ist bekannt für verrückte Aktionen. Er läuft bei Wettbewerben zum Beispiel bevorzugt mit Wikingerhelm und Fellweste. Aber von so einer Aktion hatte vorher wohl noch keiner gehört. Stephan Klein lief zehn Kilometer im Kreis - 120 Runden. Im Kreisverkehr an der Monheimer Rheinpromenade. Es habe ihn spontan überkommen, sagte er später und dokumentierte die Geschichte auch mit Bildern bei Facebook. Die Leute feierten ihn dafür, und auch mehrere Fernsehsender kamen vorbei und wollten den Monheimer Kreisverkehr-Läufer treffen. Jetzt, etwa ein halbes Jahr später, könnte die verrückte, rekordverdächtige Geschichte weitergehen: Laufen im Kreisel, Teil II.

Im Frühjahr hatte Stephan Klein es bereits angedeutet, jetzt werden die Planungen konkreter. Stephan Klein, den man in Monheim auch als "den Düsseldorfer Wiki" oder vom Mega-Werbeplakat (der "Alte" mit den Tätowierungen) kennt, plant einen Halbmarathon im Kreisverkehr.

Die Idee dazu kam ihm und seinen Freunden schon nach der spontanen Zehn-Kilometer-Aktion im März. Damals hatten ihn direkt Freunde angesprochen, man sollte doch mal einen Halbmarathon im Kreisel machen. Beim Blick in die Kalender der Läufer zeigte sich dann aber gleich: Da war schon fast alles voll. Termine, Termine, Termine.

Hamburg-Marathon, Halbmarathon in Venlo, Hermannslauf in Detmold und so weiter. Kurz: Es gab keinen Platz für einen Halbmarathon im Kreisel. Jetzt, am Ende des Sommers, sieht es aber doch so aus, als könnte es dieses Jahr noch klappen. "Wir werden da mal im Herbst eine Aktion starten", sagt der Monheimer. Halbmarathon. Das bedeutet dann: 21,0975 Kilometer, etwa 250 Runden im Kreis.

Bekommt man da keinen Drehwurm? Bei der Aktion im März habe er den nicht bekommen, sagt Stephan Klein, auch wenn er immer nur in die gleiche Richtung gelaufen ist. Einzig eine Socke sei verrutscht. Das habe das Laufen etwas schwieriger gemacht.

Es ist übrigens noch nicht lange her, dass der Monheimer sein Leben umgestellt hatte. Vor gut zehn Jahren wog er noch 120 Kilo. Mit eiserner Disziplin und gesunder Ernährung brachte sich Klein in Topform. Der überzeugte Vegetarier hatte früher drei Schachteln Zigaretten am Tag geraucht, verriet er unserer Zeitung in einem Interview vor drei Jahren. Als Erfolgsrezept für seine Fitness und zig absolvierten Marathonläufe führte er an, dass er längst nikotinfrei lebe und zudem ganz auf Alkohol verzichte.

Damit sollte er auch gut gewappnet sein, um den neuen Rekord im Kreisverkehr erfolgreich anzupacken.

Quelle: RP
 
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