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Hilden
Ein Minister testet Pfeil und Bogen

Hilden. Haben Sie schon mal einen Ostfriesen mit Pfeil und Bogen gesehen? Wir gestern schon und zwar im Mettmanner Neanderthal Museum. Von Oliver Wiegand

Der Ostfriese ist Garrelt Duin, Wirtschaftsminister in Nordrhein-Westfalen und zurzeit auf Sommertour. Der 1,97 Meter große 47-Jährige Sozialdemokrat zog sich hinter dem Museum extra das Jackett aus, um die Sehne richtig stramm spannen zu können. Ins Schwarze treffen fiel übrigens aus, im Neanderthal Museum wird nur auf Wildtiere auf Pappscheiben geschossen.

Doch das war nur einer von vielen Terminen, die Duin gestern gemeinsam mit seinem Sohn Henri - "er hat ja schließlich Sommerferien" - absolvierte. Das Ministerium ist der Ansicht, dass NRW zu den beliebtesten Reiseländern in Deutschland gehört. Duin reist jetzt vier Tage lang durchs Land, um sich über neue touristische Entwicklungen vor Ort zu informieren.

Von Museumsdirektor Professor Gerd C. Weniger erfuhr Duin, dass sich vor ihm schon mehr als drei Millionen Besucher in Mettmann über den Steinzeitmenschen informiert haben. Sie alle haben das Museum gefunden, auch wenn es auf den Straßenschildern mal mit und mal ohne "H" geschrieben wird. "Das hat uns bei der Anfahrt etwa irritiert", sagte Duin. Weniger erklärte dem Minister aber gerne, warum das Museum sich nach wie vor mit "H" schreibt: "Wenn der biologische Name einmal festgelegt ist, wird er nicht mehr geändert."

Geändert hat sich auch das Bild des Urzeitmenschen. "Wir haben es erst vor wenigen Jahren heraus gefunden, aber der Neandertaler hat sich sogar die Zähne geputzt", sagte Weniger.

Quelle: RP
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