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Hilden
Enkeltag im Familienzentrum

Hilden: Enkeltag im Familienzentrum
Mette, Lara, Lana und Initiatorin Tanja Brockes (v. li.). Die Kinder hatten viel Spaß mit den unterschiedlichen Spielen - und mit ihren Großmüttern. FOTO: Ralph Matzerath
Hilden. Im Pfarrsaal von Sankt Konrad spielen Großeltern zusammen mit ihren Enkeln nachmittags alte und zeitlose Spiele. Von Ilka Platzek

Im Pfarrsaal von Sankt Konrad bilden acht Großmütter und noch mehr Enkel einen großen Kreis: "Laurentia, liebe Laurentia mein, wann werden wir wieder zusammen sein. Am Mo-hon-tag" singen sie gemeinsam und gehen bei "Laurentia" und bei jedem Wochentag in die Knie. Nicht allen Omas fallen die Kniebeugen leicht. Einige deuten sie nur an.

Es ist das Aufwärmspiel für den Spielenachmittag, den Tanja Brockes mit viel Elan vorbereitet hat. Brockes ist Mitglied der Steuerungsgruppe des Familienzentrums und engagiert sich ehrenamtlich. Der Plan an diesem Nachmittag: Kindergartenkinder sollen gemeinsam mit einem Großelternteil Spiele aus vergangenen Jahrzehnten und Generationen ausprobieren.

Tanja Brockes hat eine gute Mischung aus Bewegungs- und anderen Spielen zusammengestellt: "Dosenstelzen, Hula-Hoop, Reifenwerfen, Gummitwist, Hüpfekästchen und Seilspringen." Die Dosenstelzen und Reifen kommen bei den Kindern gut an, das Gummitwist wird umfunktioniert zur Stolperfalle und das Seilspiel bleibt liegen. Die meisten Kinder zieht es an diesem trüben Nachmittag zu den Tischen, an denen klassische Spiele bereitliegen: Mensch ärgere dich nicht und das Flohspiel, Mikado und Domino. Marisol versucht sich allein am Micado, ihre Oma stapelt vorsichtig Bierdeckel zu Türmen. Drei Großmütter beaufsichtigen die Kinder beim Mensch ärgere dich nicht: Tessa würfelt mehrfach hintereinander - "sie kann aber gut verlieren" - beteuert deren Oma. Eine andere kritisiert, dass die Kinder sich nicht lange konzentrieren können und zu viele Spiele haben.. Grete Betgen ist mit Enkelin Teresa (4) gekommen. Sie und ihr Mann wohnen mit ihren Kindern und den Enkeln unter einem Dach. Bei ihnen werde viel gespielt, beteuert sie. Trotzdem gefällt ihr das Angebot des Familienzentrums: "Es hätten etwas mehr Leute sein können, aber das muss sich wohl erst noch herumsprechen." Sie will jedenfalls wiederkommen. "Mutter-Kind und Vater-Kind Nachmittage bieten wir ja bereits an. Jetzt wollen wir auch die Großeltern einbeziehen. Bei den Spielen ist es wichtig, dass Enkel und Oma einen guten Draht zueinander haben", sagt Organisatorin Tanja Brockes.

Oma Hildegard Danne, die ihre Enkel Mette (6) und Mats (8) mitgebracht hat, lobt die Initiative des katholischen Familienzentrums: "Toll, dass es Leute gibt, die das organisieren." Die Omas nutzen diesen Nachmittag, um sich über ihre Enkel auszutauschen, die Enkel bemühen sich, zwischen den Spielen möglichst viel Kekse zu verspeisen.

Auch Tanja Brockes' 5-jährige Tochter Lana zieht es immer wieder an den Tisch zum Gebäck. Nach zwei Stunden, gegen 17 Uhr, endet der Spielenachmittag im Pfarrsaal. Es soll allerdings Fortsetzungen geben: Der nächste Großeltern-Kind Treff ist am 9. März 2016, 15 bis 17 Uhr geplant. Ob es auch wieder um "Spiele von Anno dazumal" geht, steht noch nicht fest.

Quelle: RP
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