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Hilden
Erholen am Elbsee

Düsseldorf. Neuer Zaun im Bereich Elb soll ungebetene Besucher abhalten. Düsseldorfer Ordnungsamt kündigt Doppelstreifen mit Polizei an. Stadt Hilden begrüßt Nutzungskonzept. Elb-Bewohner klagen: alte Probleme seien geblieben. Von Christoph Schmidt

Schönes Wetter und Ferien: Bei diesen Bedingungen finden am Elbsee (der zu Düsseldorf gehört) häufig Partys statt. Lärm, Müll, zugeparkte Straßen: Darüber klagen die Anwohner des Wohnweilers Elb schon lange. "Das Hildener Ordnungsamt gibt sich alle Mühe", sagt Detlef Mehlmann, Vorsitzender des Elb-Vereins: "Die alten Probleme existieren nach wie vor." Am Elbsee sei es zurzeit "unglaublich ruhig", hat Michael Siebert, Leiter des Hildener Ordnungsamtes, festgestellt. Seit 14. Juli hätten seine Mitarbeiter nur 19 Verwarnungen für zehn bis 15 Euro ausgesprochen.

Die Düsseldorfer Kollegen vom Ordnungs- und Servicedienst (OSD) patrouillieren nach Angaben von Leiter Holger Körber "täglich drei bis vier Mal" am Elbsee. Seit Beginn des warmen Wetters seien 47 Verfahren eingeleitet worden – wegen verbotenen Badens, Vermüllung der Landschaft, Betreten des Naturschutzgebietes. Strafe: 20 bis 50 Euro. Geplant seien Doppelstreifen von OSD und Polizei.

Nicht alles verboten

Seit ein paar Tagen riegelt ein 200 Meter langer Zaun die "Partymeile" am Wohnweiler Elb ab. Er soll ein neues, geplantes Naturschutzgebiet schützen. Am Elbsee sei nicht grundsätzlich alles verboten, betonte Düsseldorfs Gründezernentin Helga Stulgies und verwies auf das neue Nutzungskonzept. So dürfen Besucher am Westufer (unterhalb der Landzunge, Zugang vom Parkplatz Schalbruch) und künftig auch an einem Teilbereich des Nordufers am See Picknick machen, sonnenbaden und die Natur genießen – nur nicht baden. Gefahrlos und preiswert schwimmen könnten Wasserratten in den Strandbädern des Unterbacher Sees. Die Zukunftswerkstatt Düsseldorf sammle regelmäßig Müll ein. Die Segler des Hildener Wassersportzentrums am Elbsee dürfen im Sommer jetzt auch im Nordteil des Sees kreuzen, müssen nur einen Sicherheitsabstand von 75 Metern zum Nordufer halten. Im Südteil des Sees dürfen die hochdekorierten Kanuten auch im Winter trainieren.

Lob von der Stadt Hilden

Die Stadt Hilden könne deshalb "sehr gut" mit dem Nutzungskonzept leben, betonte Planungsamtsleiter Peter Stuhlträger: "Der Elbsee bleibt Naherholungsgebiet (ohne Bademöglichkeit) und kann von Wassersportlern genutzt werden. Die Stadt Düsseldorf hat viel Geld investiert und ein sehr gutes Nutzungskonzept entwickelt."

Quelle: RP
 
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