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Hilden
Es weihnachtet jetzt schon überall

Hilden: Es weihnachtet jetzt schon überall
Depot-Filialleiterin Nicole Laack legt Hand an: Weihnachtsdekorationen sind üppig bis pompös in diesem Jahr. In etlichen Geschäften, etwa den Drogerien, stehen auch schon dekorierte Weihnachtsbäume. FOTO: Stephan Köhlen
Hilden. Geschäfte stimmen Kunden am verkaufsoffenen Sonntag bereits auf das Christfest in gut anderthalb Monaten ein. Von Bernd Rosenbaum

Heute erst gehen offiziell die Herbstferien zu Ende, doch schon wirft das anstehende Weihnachtfest seine langen Schatten voraus. Zwar sind es noch sieben Wochen bis Heiligabend. Aber da die Feiertage bei vielen Menschen Jahr für Jahr gefühlt sehr überraschend kommen, haben viele Geschäfte spätestens jetzt ihre Halloween-Deko durch Weihnachtsmotive ersetzt. Dass mancher Discounter bereits kurz nach den Sommerferien die ersten Dominosteine anbietet, ist inzwischen eine Binsenweisheit, aber auch der Hildener Einzelhandel stimmt seine Kundschaft beizeiten auf das Weihnachtsgeschäft ein - pünktlich zum morgigen verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt von 13 bis 18 Uhr.

Die Nase ganz weit vorn hat das Dekorationsfachgeschäft Bohschke. Seit einigen Tagen erstrahlen die Schaufenster an der Mittelstraße in winterlichem Glanz, inklusive Watteschnee und Lichterketten. Schon jetzt werden dort die verschiedensten Beleuchtungsgegenstände tatsächlich kräftig nachgefragt, wie Inhaberin Ilona Bohschke erklärt; darunter Lichterketten und kleine porzellanfarbene Häuschen mit elektrischer Kerze im Innern zum Preis von 12,95 Euro. Aber auch Schrilles wie ein Pailletten-Rentier für 99 Euro findet sich in der Auslage. Besonders beliebt: vernickelte Metallgestelle in Form eines Adventskranzes, die man nach Belieben und immer wieder neu selbst gestalten und befüllen kann (in zwei Größen für 109 oder 219 Euro).

Ausgefallen geht es auch bei Woolworth zu. Im Angebot: Wärmflasche mit Stoffüberzug im Strickpullover-Design mit Rentier inklusive wollener Nase (5,95 Euro). Nanu Nana bietet ähnliche Überzieher für Weinflaschen an.

Kränze mit echtem Tannengrün werden bei Blumen Wolff zwar noch nicht angeboten, sind aber dort bereits in Vorbereitung. "Ab Mitte November gibt es frische Adventskränze bei uns", kündigt Mitarbeiterin Eyleen Simon an. Kunden können bis dahin auf "Waldkränze" ohne Kerzen zurückgreifen.

Was hingegen bereits allüberall verfügbar ist, sind Adventskalender. Und zwar in nahezu jeder erdenklichen Form. Das beginnt beim Papp-Exemplar des Lions-Clubs, deren Erlös einem gemeinnützigen Zweck zugeführt wird (unter anderem bei Saturn). Das geht weiter bei Kalendersets zum selber Befüllen (Depot) und hört bei verschiedenen Körperpflege-Kalendern mit Parfümfläschchen und Cremes für jeden Tag für sie und ihn (bei Douglas und in der Parfümerie Becker) längst nicht auf. Zur Eile bei den beliebten Kinderkalendern von Lego, Playmobil, drei Fragezeichen und Co. mahnt Gina van Noppen von der Buchhandlung Thalia: "Die sollten Kunden frühzeitig kaufen, weil man sonst gegen Ende November Gefahr läuft, keine mehr zu bekommen." Wer zu spät kommt, kann ja alternativ auf den "Pechkeks"-Antikalender "Grausige Weihnachten" ausweichen. Der verspricht vollmundig, seinem Eigentümer an 24 Tagen "schwarzen Humor" und "virtuose Beleidigungen" zu präsentieren (29,95 Euro).

Auch die Drogerie Müller bietet Kinderkalender an, zudem auch welche mit Vereinsmotiven des Deutschen Fußball-Bundes. Eine Variante von Bausatz-Spezialist Rewell enthält für jeden Dezembertag ein Teil eines fernlenkbaren Modell-Hubschraubers, der zu Heiligabend dann schon einsatzbereit ist (34,99 Euro). Weihnachten kann kommen.

Quelle: RP
 
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