Prozess in Düsseldorf

Ex-Ordnungsamtsmann gesteht, Gastronomen "abgezockt" zu haben

Düsseldorf/Hilden. Ein ehemaliger Mitarbeiter des Hildener Ordnungsamtes hat gestanden, Spielhallenbetreiber und Gastronomen mit falschen Gebührenforderungen abkassiert zu haben. Der Schaden liegt laut Anklage bei fast einer Million Euro.

"Das, was ich da gemacht habe, tut mir sehr leid", sagte der 58-Jährige beim Prozessauftakt am Freitag unter Tränen.

Sein Verteidiger warf der Stadt Hilden "totales Versagen" und ein Mitverschulden vor. "Da gab es über Jahre null Controlling", sagte der Anwalt. "Mein Mandant ist spielsüchtig. Das hätte viel früher auffallen müssen."

"Ich habe jeden Tag zwei bis drei Stunden gespielt", sagte der 58-Jährige - im Dienst. Der Angeklagte muss sich seit Freitag wegen 63 Fällen von Betrug sowie Untreue und Bestechlichkeit vor dem Düsseldorfer Landgericht verantworten. Die Stadt Hilden soll er um Einnahmen in Höhe von über 81.000 Euro geprellt haben. Das Gericht hat für den Fall vier Verhandlungstage angesetzt.

(lnw/hpaw)

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