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Hilden
Exklusiv in kleinem Kreis: So lässt sich Kunst genießen

Hilden. Striche. Unzählige Striche. Immer wieder hat der Künstler feinste Linien über das Motiv geführt, bis es nicht mehr zu erkennen ist und aus den Linien eine farbige Fläche entsteht. Das ist das Prinzip von Arnulf Rainer: Mit seinen Übermalungen ist der österreichische Künstler bekannt geworden. Doch nicht zerstören wollte er - er wollte erschaffen. "Er hat seine Arbeiten immer wieder verändert, und das prozesshaft", erklärt Kunsthistorikerin Dr. Sandra Abend.

Kurz bevor die Ausstellung mit Werken des renommierten Künstlers am 26. März im Kunstraum Gewerbepark-Süd endet, boten die Veranstalter für RP-Leser noch einmal eine exklusive Führung an. Hildegard Skirde und Karin Machan gehörten zu den Gewinnern, die am Freitagabend Gelegenheit erhielten, die Bilder bei einem kleinen Imbiss näher zu betrachten. "Sein Werk ist nicht so einfach", sagt Karin Machan. Da sei es eine gute Gelegenheit, "nicht nur zu schauen, sondern auch eine sachkundige Einführung zu erhalten", sagt Hildegard Skirde. Auch Waltraud Kesting schloss sich der Führung gerne an. "Die Bilder sind nicht ganz einfach. Deshalb bin ich froh, wenn das Werk erläutert wird. Eine Entschlüsselung der Kunst, sozusagen", sagt sie lachend. Auch Gewinner Rainer Hotz zeigte sich interessiert: "Freunde von mir haben mir von der Ausstellung erzählt. Das hat mich neugierig gemacht."

Gastgeber Hans-Jürgen Braun freut sich über diesen Zuspruch, ist er doch selbst vom Werk Arnulf Rainers fasziniert. "Das sind fantastische Bilder", sagt er. In der vorvergangenen Woche sei er nach Baden bei Wien gereist, um das Arnulf-Rainer-Museum zu besuchen. "Ich finde, er sollte auch in Deutschland einen höheren Bekanntheitsgrad haben als bisher", ist der Kunstkenner überzeugt. Engagiert und mit klaren Worten führte die Hildener Kunsthistorikerin Sandra Abend (Fabry-Museum) ihre Gäste in das Leben und Werk des Künstlers ein - und erhielt dafür freundlichen Applaus.

(arue)
 
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