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Verlosung
Exklusive Führung durch die Piene-Schau

Hilden. Hilden Unter dem Titel "Otto Piene. Arbeiten auf Papier" zeigt das Kulturamt der Stadt Hilden in Zusammenarbeit mit der Galerie Breckner etwa 35 Werke des Mannes, der lange in Düsseldorf gelebt hat - von frühen Grafiken aus dem Jahr 1966 bis zu den letzten Unikaten von 2014 im Kunstraum des Gewerbeparks Süd an der Hofstraße. Zu sehen sind außer Papier-Arbeiten auch einige Keramiken. Die meisten Exponate wurden zuletzt 2015 im Teheran Museum of Contemporary Art gezeigt, in einer Ausstellung, die Piene noch selbst vorbereitet hatte. Von Gökçen Stenzel

In die Schau, die zu den offiziellen Öffnungszeiten noch bis Sonntag läuft, lädt die Rheinische Post zusammen mit den Brüdern Braun als Inhaber des Gewerbeparks Süd ihre Leser ein: Am Freitag, 30. September, um 18 Uhr gibt es eine exklusive Führung für RP-Leser - nach Toresschluss, denn die Ausstellung schließt für das Publikum um 18 Uhr. Dr. Barbara Steingießer, Historikerin und freie Journalistin mit dem Schwerpunktthema Kunst und Kultur, führt die Teilnehmer durch den Kunstraum. Bis zu 30 RP-Leser können teilnehmen, wenn sie bis heute Abend, 18 Uhr, eine Mail schreiben an: hilden@rheinische-post.de und folgende Frage beantworten: Welche bedeutende Künstlergruppe hat Otto Piene mitbegründet? Außerdem muss Ihre Mail Namen, Vornamen und Adresse enthalten. Bei mehr als 30 richtigen Zuschriften entscheidet das Los, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden per Mail spätestens am Donnerstagvormittag benachrichtigt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Otto Piene (1928-2014) hatte an der Düsseldorfer Akademie Kunst und in Köln Philosophie studiert, 1957 begann sein Aufstieg in eine internationale Avantgarde. Schon früh hatte sich Piene auf die flüchtigen Elemente Licht und Luft besonnen und sich die Entmaterialisierung der Kunst zur Aufgabe gemacht. Noch bevor er bei seinen großen "Sky-Events" aufblasbare Plastiken ("Inflatables") in den Himmel schickte, ließ er flüchtige "Lichtbalette" über die Wände tanzen, indem er Scheinwerfer auf perforierte Bleche richtete. Von seinen "Rauchzeichnungen", bei denen er den Ruß von Kerzenflammen mit einem Blatt Papier auffing, war es nur ein kleiner Schritt zu den sogenannten "Feuergouachen", zu denen auch die Arbeit "Blue Sky" gehört. Sie entstanden, indem der Künstler die aufgesprühte Farbe anzündete, so dass sich auf der Oberfläche Brandblasen und Verkrustungen aufwarfen - sichtbare Zeichen großer Energie. Otto Piene war in den 1960er Jahren in die USA übergesiedelt, hatte als Professor für Umweltkunst am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge gelehrt und bis 1994 das dortige Center for Advanced Visual Studies geleitet, ein Labor für die Zusammenarbeit zwischen Künstlern und Wissenschaftlern.

Till Breckner, dessen Galerie damit betraut ist, ein Werkverzeichnis von Pienes Grafiken zu erstellen, lernte den Künstler 2012 persönlich kennen. "Er ist mir in dieser Zeit ans Herz gewachsen", sagt er. "Es war mehr als eine Partnerschaft zwischen Künstler und Galerist", sagte er im Gespräch mit der RP.

Reguläre Öffnungszeiten des Kunstraums bis Sonntag, 2. Oktober: Di.-Fr. 14-18 Uhr sowie Sa./So. 11-16 Uhr.

Quelle: RP
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