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Hilden
Experten geben Tipps fürs Heizen

Das sind die sieben Todsünden beim Heizen
Das sind die sieben Todsünden beim Heizen FOTO: AP
Hilden. So bleiben die Wohnung warm und die Kosten niedrig. Wie das geht, erklärt die Verbraucherzentrale Langenfeld. Von Dorian Audersch

Blanke Heizungsrohre sind Florian Bublies von der Verbraucherzentrale ein Graus. "Vor allem die Leitungen in kalten Kellerräumen geben ständig ungenutzte Wärme ab", sagt der Energieberater. "Im Schnitt können Verbraucher 14 Euro pro Rohrmeter sparen, wenn sie die Rohre einfach in Isolierschläuche aus dem Baumarkt einpacken." Die Kosten dafür liegen demnach unter 10 Euro pro Meter. "Die Maßnahme lohnt sich schon im ersten Jahr", betont er.

So kann man zu Hause sparen FOTO: dpa, Andrea Warnecke

Es sind durchaus beeindruckende Zahlen, die Bublies vorlegen kann. In Langenfeld, schätzt er, gebe es etwa 3500 Ein- und Zweifamilienhäuser mit ungedämmten Rohrleitungen. Das ist jedes dritte Haus. Die Angaben hat er aus einer Kombination der Zensus-Daten und persönlichen Erfahrungen aus der Beratung. "Insgesamt lassen sich in Langenfeld jährlich 517.000 Euro einsparen", meint der Experte. Das entspreche einer Menge von rund 2000 Tonnen CO2. Die Zahlen sind angesichts der Größe der Städte auch für Hilden anzunehmen.

Die Verbraucherzentrale NRW startet gerade die Kampagne "Besser heizen - Kosten regeln". Passend zur nun beginnenden kalten Jahreszeit geben die Experten Tipps für effektives Sparen. "Wir bieten Maßnahmen für jedes Budget", betont Elisabeth Schoemakers, Leiterin der Verbraucherzentrale in Langenfeld, die auch für Hilden zuständig ist. "Eine erste Stellschraube kann schon die richtige Einstellung des Thermostatventils am Heizkörper sein", sagt sie. Weitere Möglichkeiten seien die Dämmung der Kellerdecke oder des Daches, ein Austausch der Heizungspumpe oder die Isolierung der Rohre."

Außerdem bietet die Beratungsstelle nun auch Hilfe beim Gastarifwechsel an. Gemeinsam mit den Experten können Kunden ihre Anbieter durchleuchten und gegebenenfalls günstigere Alternativen finden. "Auch hier gibt es große Potenziale, Geld einzusparen", weiß Bublies. Dafür wendet die Verbraucherzentrale verschiedene Parameter an, die einen möglichst objektiven Vergleich ermöglichen. "Es muss auch nicht immer ein Wechsel des Anbieters sein. Manchmal haben die Versorger unterschiedliche Tarife - und wir helfen dabei, den richtigen zu finden." Was geht sonst noch? "Richtiges Lüften", sagt Bublies. "Kein Fenster sollte dauerhaft offen sein." Sinnvoller sei es, drei- bis viermal am Tag stoßweise zu lüften. Informationen zu weiteren Angeboten, wie zum Beispiel der "Vor-Ort-Beratung" für Mieter zu Strom- und Heizkosten sowie eine persönliche Beratung gibt es im Netz.

Quelle: RP
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