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Hilden
Fabry-Markt bietet antike Schnäppchen

Hilden: Fabry-Markt bietet antike Schnäppchen
Barbara Ring hat Cowboy-Stiefeletten entdeckt. Zuvor hat sie auf dem Fabry-Antik- und Trödelmarkt schon eine wärmende Weste erstanden. FOTO: Olaf Staschik
Hilden. Zum 17. Mal haben Händler ihre Schätze auf dem Fabry-Antik- und Trödelmarkt angeboten. Von Nicole Kuska

Aufmerksam schaut sich eine Besucherin ein Gefäß aus Kristallglas an: "Hier gibt es so schöne Sachen. Wie viel kostet das?", fragt sie. "Vier Euro", antwortet Händlerin Monika Berg. Schließlich zieht die Besucherin weiter - ohne Kristallglas.

Sehr gut besucht war der gestrige Fabry- Antik- und Trödelmarkt auf der Mittelstraße, bei dem rund 60 Händler ihre Waren feilboten. Neben Puppenwagen, Porzellan und Kinderspielsachen, sind auch Gemälde oder Kleidung auf dem Markt zu finden. "Ich bin ganz zufrieden mit dem heutigen Antikmarkt. Das Wetter spielt mit und es ist gut besucht", erzählt Organisatorin Bea Reinecke-Denker.

Nach 2014 und 2015 fanden der Herbstmarkt und der Antikmarkt diesmal getrennt statt: "Die Besucher und Händler haben gesagt, dass sie es schade finden. Aber der Antikmarkt läuft auch so ganz gut", sagt Bea Reinecke-Denker. Seit 2011 veranstaltet sie den Markt drei bis viermal im Jahr: "Hilden ist ein nettes Pflaster mit einer entspannten Atmosphäre. Ich bekomme nur Komplimente von den Besuchern und Händlern für den Antikmarkt", so Reinecke-Denker. Auf dem Antikmarkt ist keine Neuware erlaubt: "Es gibt genügend Läden mit Neuware und da muss man nicht auch noch am Sonntag neue Gegenstände anbieten." Am ersten Oktober-Wochenende fand der Herbstmarkt statt. Dessen Veranstalter Georg Ott hatte sich aus Platzgründen für eine Trennung der Märkte stark gemacht.

Seit 2007 hat Reinecke-Denker zahlreiche Haushalte aufgelöst und verkauft die alten Sachen auf diversen Trödelmärkten. Dadurch ist ihr auch die Idee zum Büchermarkt und Antik-Trödelmarkt gekommen: "Mittlerweile habe ich die Hälfte des Erbes verkauft. Es kommt aber immer wieder Neues dazu und Trödel ist einfach meine Leidenschaft", erklärt sie.

Händler Jörg Lewin bietet Kinderspielzeuge, Bücher und Haushaltsartikel an: "Die Sachen sind zu 80 Prozent gespendet und der Erlös geht an das Kinderhospiz Regenbogenland. Ich bin berufsunfähig und möchte den Kindern helfen", erklärt Lewin. Erwartungen an den Tag hat er keine: "Ich bin zufrieden und das Publikum ist sehr nett. Mit gefällt außerdem die schöne Atmosphäre hier", so Jörg Lewin.

Künstler Matthias Janischowsky ist zum ersten Mal beim Antikmarkt dabei: "Ich bin aus Hagen gekommen, um meine Kunst zu zeigen. Hauptsächlich male ich biblische Motive oder Personen auf abstrakte Art und Weise", erklärt Janischowsky. Die Ideen für seine Motive nimmt er aus dem Alltag: "Ich male, was mich gerade beschäftigt. Auf einem Gemälde ist beispielsweise meine Ärztin zu sehen."

Für die private Händlerin Monika Berg sind Trödelmärkte ein Hobby: "Meine ganze Garage ist voll mit Trödel. Ich habe einfach zu viele Sachen und von denen trenne ich mich leidenschaftlich gerne", so Berg.

Quelle: RP
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