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Hilden
Fabry-Rektor reist nach China

Düsseldorf. Peter Schüller besucht ab Karfreitag für eineinhalb Wochen die 11-Millionen-Stadt Genshu. Er erwidert damit den Besuch von 25 Schülern aus dem Reich der Mitte im Sommer 2009 in Hilden. Von Christoph Schmidt

Eine Schüler-Mutter hatte den Besuch ihrer chinesischen Landsleute im Sommer vergangenen Jahres vermittelt, berichtet Schüller. Doch die 25 Schüler und ihre Lehrer aus Genshu hatten eine Kleinigkeit übersehen.

Als sie in Hilden ankamen, waren hier Sommerferien und die Schulen geschlossen. Peter Schüller ist ein unkonventioneller Schulleiter. Er trommelte ein paar Lehrer und Schüler zusammen und machte mit ihnen – mitten in den Ferien – ein Paar Tage Unterricht, damit die chinesischen Gäste einen Eindruck vom deutschen Bildungssystem bekamen.

Fotoshooting im Cabrio

Sprachschwierigkeiten gab es keine, stellte der Pädagoge, der Rockmusik macht und ein Faible für Flugsimulatoren hat, zu seiner eigenen Überraschung fest: "Die jungen Chinesen sprachen sehr gut Englisch und haben sich mit unseren Jugendlichen sofort gut verstanden." Im Fokus habe besonders Schulsprecher Vassily gestanden.

Alle Chinesinnen hätten für den "beautiful man" geschwärmt. Deshalb nehme er jetzt auch Autogramm-Karten von Vassily mit nach China, erzählt der Rektor augenzwinkernd. Aufmerksamkeit bei den jungen Gästen hatte auch sein schickes Cabrio erregt, das meist direkt neben dem Haupteingang parkt.

Schüller lud die jungen Chinesen ein, fürs Erinnerungsfoto in dem schnittigen Sportwagen Platz zu nehmen: "Die waren hin und weg." Vier Wochen später fand Schüller zwischen den Sitzen ein "Hello-Kitty"-Täschchen, dass offensichtlich eine junge Chinesin beim Fotoshooting verloren hatte. Das wird er mitnehmen und seiner Besitzerin zurückgeben.

Chinesische Sponsoren

Was ihn in der 13-Millionen-Stadt Genshu erwartet, weiß der Haaner nicht: "Wahrscheinlich wird das die anstrengendste Woche meines Lebens." Die Schüler-Mutter, die den Kontakt hergestellt hatte, wird ihn als Dolmetscherin mit ihrem Sohn begleiten. Offenbar gebe es bereits chinesische Geldgeber aus der Industrie, die einen Schüleraustausch mit Hilden finanzieren würden.

Quelle: RP
 
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