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Hilden
Falschparker blockieren Gehwege

Hilden: Falschparker blockieren Gehwege
FOTO: Olaf Staschik
Hilden. Problematische Situation auf der Leibnitzstraße/Hegelstraße und Kantstraße. Das Ordnungsamt kontrolliert verstärkt. Von Eike Hövermann

Immer wieder beschwerden sich Anwohner in Hilden über Falschparker. Doch das Problem ist kaum auf Dauer in den Griff zu bekommen, sagt auch das Ordnungsamt. Denn: Es gibt einfach zu wenig Parkraum.

Die Parksituation auf der Leibnitz-, Hegel- und Kantstraße werde immer dramatischer. "Die Autos parken auf Bürgersteigen und an den unmöglichsten Stellen wo kein Kinderwagen oder Rollstuhl mehr vorbei kommt", beschwert sich Bernd Neumann, der nebenan an der Baustraße wohnt. Bei Gegenverkehr sei es "eh vorbei". Also kaum ein Durchkommen mehr. Was ihn auch ärgert: "Die Politessen des Ordnungsamts sieht man leider nur in der Innenstadt." Nicht aber in den Wohngebieten des Hildener Ostens. "Wir decken das gesamte Stadtgebiet ab", sagt dazu Michael Siebert vom Ordnungsamt. "Allerdings liegt der Schwerpunkt unserer Arbeit aufgrund des höheren Verkehrsaufkommens im Innenstadtbereich." Dennoch würden die Randgebiete zwar nicht täglich, aber regelmäßig kontrolliert.

Im anfangs genannten Straßenbereich wird in nächster Zeit aber tatsächlich verstärkt kontrolliert werden. "Unsere Politessen sind informiert", sagt Stefan Döpper, im Ordnungsamt zuständig für den ruhenden Verkehr. Die Situation ist ihm bekannt. "Die Gegend ist stark bewohnt und ja, es gibt zu wenige Parkplätze." Aber auch Döppers Mitarbeiter können nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit am Ort sein. "Unsere normalen Schichten gehen von 8 bis 20 Uhr." Auch die Polizei könne in besonderen Situationen Falschparkern auf die Pelle rücken.

Ordnungsamtsleiter Siebert gibt zu: "Verhindern können wir das Falschparken nicht", auf Beschwerden hin werde aber eine Zeit lang öfter in betroffenen Gebieten kontrolliert. "Dann beruhigt es sich meist erstmal", weiß Siebert. Generell sei es unmöglich, für jeden Haushalt genügend öffentlichen Parkraum zur Verfügung zu stellen. Und letztlich sei es doch so: "Es gibt Menschen, die halten sich nicht an Verbote und es gibt zu viele Autos", bringt Siebert die Problematik auf den Punkt.

Aus seiner Erfahrung heraus weiß Döpper entsprechende Parksituationen auch aus einem anderen Licht zu beleuchten. "Manchmal kommen Beschwerden, weil die Nachbarn im Streit liegen" und bis auf den Beschwerdeführer sei oft niemand davon begeistert, wenn das Ordnungsamt plötzlich verstärkt kontrolliert. Dennoch sei es wichtig, den Beschwerden nachzukommen. Diese werden am besten per E-Mail unter ordnungsamt@hilden.de eingereicht.

Billig wird es für Falschparker nicht: Bis zu 35 Euro kann das Parken auf dem Gehweg kosten, wenn dabei auch noch eine Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer vorliegt. Richtig teuer kann übrigens das Zuparken einer Feuerwehrzufahrt werden. Wenn dadurch ein Rettungseinsatz verhindert wird, stehen am Ende 65 Euro und ein Punkt auf der Rechnung. Parken ohne Parkschein kostet 10 Euro. Wird bis zu drei Stunden unbezahlt geparkt, kostet es bis zu 30 Euro.

Quelle: RP
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