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Hilden
FDP will Auflagen für Schweitzer-Areal ändern

Hilden. Mit großer Überraschung habe die FDP-Fraktion zur Kenntnis genommen, dass sich bisher lediglich fünf Interessenten für die freiverkäuflichen Flächen auf dem Albert-Schweitzer-Gelände beworben haben. "Wir haben mit dem Vermarktungskonzept zu hohe Hürden geschaffen, die eine Bebauung für viele Interessenten unattraktiv werden lässt", sagt Rudolf Joseph, Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten. Er kritisiert aber auch die Vermarktungsstrategie der Verwaltung. Dass ein Neubaugebiet in Zentrumsnähe mit Wohnraum für junge Familien keine Nachfrage findet, kann sich Joseph nicht vorstellen: "Es war ein Fehler, Familien aus der Hildener Umgebung aufgrund der Punktevergabe aus dem Bewerbungsverfahren quasi auszuschließen. Wir freuen uns auch über jeden, der Neu-Hildener werden möchte." Ein entsprechender Antrag der FDP, die Kriterien auszuweiten, wurde im Juni mit deutlicher Mehrheit abgelehnt.

Die Idee, die Flächen jetzt von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft WGH bebauen und vermarkten zu lassen, lehnt die FDP ab. "Das ist Planwirtschaft durch die Hintertür", meint Rudolf Joseph. "Wir haben klar festgelegt, dass ein Teil der Fläche durch private Investoren bebaut werden soll und ein Teil durch die WGH." Die Freien Demokraten fordern stattdessen, die Kriterien des Vermarktungskonzeptes zu lockern. So sollte die geforderte Passivhaus-Standard wieder gestrichen werden.

(cis)
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