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Hilden
Ferien bringen kleine Künstler hervor

Hilden: Ferien bringen kleine Künstler hervor
Zum Abschluss der Kunstwoche zeigen Lucy (rechts) und die anderen Teilnehmer, was sie geschaffen haben. FOTO: Matzerath, Ralph (rm-)
Hilden. Die Kinderkunstwoche im Museum macht Spaß und ist für viele Schüler der Einstieg ins Malen und Gestalten.

Die 19. Kinderkunstwoche des Wilhelm-Fabry-Museums an der Benrather Straße endete kurz vor Ostern mit der Präsentation der geschaffenen Werke. Stolz zeigten die 26 jungen Teilnehmer im Alter von sechs bis zwölf Jahren in zwei Gruppen ihre Werke. Ebenso stolz reihten sich die Eltern um die geschaffenen Malereien und Basteleien.

"Was ist los auf der Wiese?" hatte sich die Kunstgruppe rund um den Dozenten Friedel Warhus gefragt. Ihm ging es nicht nur ums Malen und Gestalten, sondern "auch darum, mal genauer hinzuschauen", erklärte er und nahm die Jungen und Mädchen unter der Woche mit auf eine Wiese. "Die meisten kennen ja nur den perfekt gemähten Rasen", sagte der 71-Jährige, der regelmäßig im Haus Hildener Künstler ausstellt. Hohes Gras, Wildblumen, allerlei Getier - das waren die Eindrücke, die die Kinder später gekonnt aufs Bild gebracht haben - nach genauen Studien: "Ich hatte einen Tausendfüßler auf der Hand", erzählte Mia ganz begeistert.

Zur weiteren Hilfe lagen Bücher aus, an deren Zeichnungen sich die Kinder orientieren konnten. So entstanden große und kleine Käfer, Schmetterlinge, Blumen und Wiesen - gemalt mit verschiedenen Materialien. Mia gefiel die Holzkohle. "Aber danach sind die Finger ganz schön dreckig", wusste die Zehnjährige zu berichten. Mariella (7) fand zwischendurch noch Zeit, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen, malte einen gut getroffenen Elefanten und bastelte eine Blume aus Krepp-Papier. Merlin legte sich besonders ins Zeug und übernahm die Zeichnung eines Schmetterlings originalgetreu aus einem der Bücher. "Das fällt mir leicht", sagte der Siebenjährige, der sich auch sonst jeden Tag mit dem Zeichnen von Comichelden und ihren Geschichten beschäftigt. In der Gruppe um Dozentin Henriette Astor diente der berühmte Maler Vincent van Gogh als Vorbild für das Thema "Die Farbe Gelb". "Wir haben mit Gelb experimentiert, alles mit der Farbe gemischt" erklärte Astor. Sie gab Tipps zur Technik und so brachten die jungen Maler beispielsweise van Goghs Sonnenblumen und seine Krähen über Weizenfeld auf Papier und Leinwand - mit Wachsmalern, Tusche und Kohle. Entstanden sind tolle Bilder mit Kontrasten, leuchtenden Farben und Stimmung. "Jeder hat auf seine Art gearbeitet und auch gut gearbeitet", erklärte Astor. "Die Kleinen gucken außerdem bei den Großen zu und lernen so dazu." Wichtig sei es zudem, dass jedes Kind auf seine Weise an die Werke herangeht und malt. Gebastelt wurde auch: Getreu dem gelben Motto gab es ein Mittagessen aus Papier, natürlich mit Spiegelei. Zum Abschluss bekam jeder Teilnehmer eine Ehrenurkunde zur erfolgreichen Teilnahme sowie eine kleine, süße Osterüberraschung. Die nächste Kinderkunstwoche steht in den Herbstferien auf dem Programm.

www.wilhelm-fabry-museum.de

(höv)
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