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Hilden
Feriensprechstunde bei Dr. Fabry

Hilden: Feriensprechstunde bei Dr. Fabry
Das Wirken des Wundarztes Fabry fasziniert noch immer. Die Werkzeuge, mit denen er gearbeitet hat, werden im Museum gezeigt und in den historischen Zusammenhang gestellt. Sonst würden sie wirken wie Folterinstrumente. FOTO: Museum
Hilden. Museen haben in den Ferien spannende Mitmach-Programme und Schauen, für die man Zeit mitbringen sollte.

Auch für die dritte Ferienwoche garantiert das Ferienprogramm der Steinzeitwerkstatt des Neanderthal Museums in Mettmann, Talstraße 300, jede Menge Spaß. Am Dienstag, 1. August (14 bis 16 Uhr), können Kinder ab acht Jahren in einem "Steinzeit-Krimi" auf Verbrecherjagd gehen. Ein frühmenschlicher Schädel wurde aus dem Museum gestohlen. Gemeinsam mit dem Museumsdetektiv nehmen die Spürnasen die Ermittlungen auf. Bei der Verbrecherjagd untersuchen die Teilnehmer in Teams Spuren und lösen Rätsel. Die Nachforschungen führen vom Museum über das Außengelände durch den Wald zum Showdown. Die Teilnahme kostet 16 Euro.

Am Mittwoch, 2. August, geht es von 11 bis 12 Uhr in einer spannenden "Mitmachführung" durch die Sonderausstellung "2 Millionen Jahre Migration". Unter dem Motto "Ich packe meinen Koffer..." erfahren Kinder ab acht Jahren, woher ihre steinzeitlichen Vorfahren stammen, wie sie aussahen und was sie in ihrem Gepäck hatten. Dabei dürfen viele Objekte in die Hand genommen und untersucht werden. Die Teilnahme kostet vier Euro zzgl. Eintritt in die Sonderausstellung.

Einen spannenden Steinzeittag können Kinder ab sechs Jahren am Donnerstag, 3. August (13 bis 16 Uhr), erleben. Die Teilnehmer besuchen die Neandertaler und erfahren, wie sie gelebt haben. Anschließend wird an der Steinzeitwerkstatt das Jagen mit Speeren ausprobiert und Nüsse knacken geübt. Nach einer Pause stellt jeder ein eigenes steinzeitliches Amulett aus Leder, Knochenperle und Muschel her. Die Teilnahme kostet 24 Euro.

Für alle Angebote ist Anmeldung erforderlich: Telefon 02104 979715, E-Mail buchung@neanderthal.de.

Am letzten Ferienwochenende, 26./27. August, gibt es ein großes Museumsfest. Auf dem Neandertaler-Fundort und rund um das Museum zeigen Handwerker und Archäotechniker ihr Können und geben einen spannenden Einblick in das Leben unserer Vorfahren.

Auch im Stadtmuseum Langenfeld geht es steinzeitlich zu: Es lädt Kinder zur offenen Ferienwerkstatt ein. Am Mittwoch, 2. August, 10 bis 12 Uhr, gehen Mädchen und Jungen ab sechs Jahren auf eine spannende Reise in die Steinzeit. Sie erfahren, wie die Menschen lebten und basteln selbst kreative Erinnerungsstücke. Die Gebühr beträgt 3 Euro. Am Donnerstag, 10. August, 10 bis 12 Uhr, fertigen Kinder ab zehn Jahren mit der Technik des Linolschnitts Drucke wie die "Alten Meister" an. Die Gebühr (inklusive Material) dafür beträgt 5 Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Kinder sollten pünktlich um 10 Uhr im Stadtmuseum Langenfeld, Hauptstraße 83, eintreffen und den genannten Geldbetrag passend in bar mitbringen.

Das Industriemuseum Cromford lädt in den Ferien zu Modeexperimenten ein und bietet einen Designworkshop für Jugendliche an. Im Rahmen der Sonderausstellung "Deutsche Strumpfdynastien. Maschen, Mode, Macher" können Jugendliche von Dienstag, 8. August, bis Donnerstag, 10. August, jeweils von 14 bis 17 Uhr kreativ und inspiriert eigene Mode entwerfen. Natalie Jürgens, die Modedesign studierte, zeigt den Teilnehmern, wie man mit einfachen Techniken Figurinen, verschiedene Kleidungsstücke und Materialien zeichnerisch darstellt. Für die anschließende Gestaltung eines eigenen Modeentwurfs steht ein breites Spektrum an unterschiedlichen Materialien zur Verfügung. Teilnehmen können Jugendliche ab zehn Jahren. Die Kosten: 30 Euro inklusive Material.

Anmeldung: 02234 9921555

Der 1560 in Hilden geborene Wundarzt Wilhelm Fabry ist Namensgeber und steht auch für das Programm des Wilhelm-Fabry-Museums. Dort ist fast alles auf die Themen Arzt und Patient, Diagnose und Therapie, Krankheit und Heilung ausgerichtet. Das Museum präsentiert den berühmtesten Hildener in einer Ausstellung. Neben seiner Person werden Stationen seines Lebens, seine Lehrer, seine Freunde und seine Korrespondenzpartner vorgestellt. Damit wird dem Besucher nicht nur die spannende und ereignisreiche Zeit Fabrys vor Augen geführt, sondern Fabry auch in seiner Umwelt verortet.

Einen Schwerpunkt bilden verschiedene Krankheitsfälle und -verläufe, deren Behandlung Fabry in seinen "Observationes" oder seinen Briefen beschrieben hat. Mit der Darstellung konkreter Personen, die als Fabrys Patienten eine Erkrankung erlebt haben oder von ihm operiert wurden, spricht die Ausstellung den Besucher direkt an. Im Mittelpunkt steht weniger das einzelne Respekt einflößende medizinhistorische Instrument, sondern vielmehr der leidende Mensch (homo patiens)Indem Amputationssägen und andere Instrumente in eine Zeit eingeordnet und in den entsprechenden Kontext gestellt werden, verlieren sie von ihrem Schrecken und werden für den Ausstellungsbesucher als das begreifbar, was sie in der damaligen Zeit waren: die aktuell beste, modernste und nicht selten Leben rettende Behandlungsmöglichkeit.

Die Schau im Fabry-Museum an der Benrather Straße 32a läuft noch bis 3. Oktober. Der Eintritt kostet drei Euro, geöffnet ist Di, Mi, Fr 15-17Uhr, Do 15-20 Uhr, Sa 14-17 Uhr und So 11-13 und 14-18 Uhr.

Quelle: RP
 
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