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Hilden
Feuerwehr hat in der Silvesternacht viel zu tun

Hilden: Feuerwehr hat in der Silvesternacht viel zu tun
Die Wohnung ist nach dem Dachstuhlbrand nicht mehr bewohnbar. FOTO: Patrick Schüller
Hilden. Sieben Brandeinsätze in anderthalb Stunden hatte die Hildener Feuerwehr in der Silvesternacht zu bewältigen. Das Spektrum reichte von brennenden Mülltonnen und Hecken bis zu einem ausgedehnten Dachstuhlbrand, nach dem eine Wohnung nicht mehr bewohnbar ist. Bilanz: eine gerettete Katze, eine tote und zwölf gerettete Tauben sowie hoher Sachschaden. Von Ralf Geraedts

Das neue Jahr war gerade erst einmal zwei Minuten alt, als auf der Feuerwache Hilden zum ersten Mal im Jahre 2016 der Feueralarm ertönte. Die Meldung war eine automatische Brandmeldeanlage aus einem Seniorenpflegezentrum an der Horster Allee. Eine Wunderkerze hatte den Rauchmelder Alarm auslösen lassen.

Schon um 0.12 Uhr traf ein Notruf vom Käthe-Kollwitz-Weg ein. Dort sollte es auf einem Balkon brennen und die Flammen gingen schon auf das Dach über. "Bei solch einer Meldung wird in Hilden nicht nur die hauptamtliche Feuerwache sondern auch noch die Freiwillige Feuerwehr alarmiert", erklärt der neue Leiter der Feuerwehr, Hans- Peter Kremer. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand der Balkon im Vollbrand und die Flammen schlugen schon kräftig unter die darüber liegenden Dachpfannen. Die Bewohner des betroffenen und der angrenzenden Mehrfamilienhäuser mussten ihre Wohnungen verlassen. Ein Trupp unter schwerem Atemschutz rettete die Katze aus der betroffenen Wohnung und übergab das Tier an die sichtlich erleichterte Mieterin.

Für die Löscharbeiten mussten großflächig die Dachpfannen entfernt werden. Die darunterliegende Wohnung ist vorübergehend nicht mehr bewohnbar. Alle anderen Bewohner konnten gegen 2.30 Uhr wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Polizei hat Ermittlungen nach der Brandursache aufgenommen. Nach Angaben von Augenzeugen landete ein Feuerwerkskörper auf dem Balkon.

Zeitgleich zum Einsatz am Käthe-Kollwitz-Weg wurden die ehrenamtlichen Kräfte noch zu fünf weiteren Bränden gerufen. Unter anderem um 0.53 Uhr zu einer brennenden Mülltonne am Heidekrug. Vor Ort stellte sich schnell heraus, dass die Mülltonne sehr nahe an einem Taubenverschlag stand. Auf diesen hatte das Feuer auch schon übergegriffen. Zwölf Tauben konnten aus dem brennenden Verschlag noch gerettet werden. Ein weiteres Übergreifen der Flammen auf eine Garage konnte durch die Feuerwehr verhindert werden.

An der Gerresheimer Straße brannte gegen 1.30 Uhr eine Hecke. Die Flammen waren rasch gelöscht, allerdings musste ein Nachbarhaus, in das Rauch gezogen war, gelüftet werden. Die Feuerwehr Hilden mit 45 Aktiven und zehn Fahrzeugen im Einsatz.

Eine Bilanz der Silvesternacht in der Region lesen Sie hier.